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Vonn, Miller und Rebensburg fehlen in Sölden

Ski alpin Vonn, Miller und Rebensburg fehlen in Sölden

Sölden ist ein besonderes Wochenende im alpinen Ski-Weltcup. Weit vor allen anderen Veranstaltungen sind die Riesenslaloms im Ötztal ein wichtiger Formtest für die Stars der Szene - doch einige der ganz Großen verpassen den Saisonstart in den WM-Winter.

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Viktoria Rebensburg kann sich nach ihrem Trainingsunfall frühestens zur Nordamerika-Tour auf die Weltcup-Pisten wagen.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Sölden. Am Wochenende beginnt in Sölden der alpine WM-Winter mit dem Riesenslalom - und einige der ganz Großen aus dem Weltcup stehen nicht am Start. Bei Bode Miller und Tina Maze stellt sich gar die Frage, ob sie jemals wieder an einem Weltcup-Rennen teilnehmen.

Andere, wie Viktoria Rebensburg, Anna Veith, Lindsey Vonn oder Aksel Lund Svindal sind nach Verletzungen noch nicht wieder hergestellt. Sechs Skirennfahrer vor einer ungewissen Alpin-Saison:

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Aksel Lund Svindal kämpft noch immer mit den Folgen seines Sturzes in Kitzbühel. Foto: EPA/EXPA/JFK

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LINDSEY VONN

Das Glamour-Girl im Weltcup verzichtet auf Sölden - übrigens genauso wie Teamkollegin Julia Mancuso. "Leider werde ich nicht da sein, aber meine Ziele in dieser Saison sind eher die Abfahrt und der Super-G", schrieb die Amerikanerin den Fans jüngst bei Facebook. Nach ihrer Schienbein-Verletzung vom vergangenen Winter hat sie vor allem den Siegrekord von Ingemar Stenmark im Visier, zehn fehlen ihr noch zur Bestmarke von 86 Erfolgen. Vonn will bis Olympia 2018 weiterfahren. Ob ihre maladen und schon mehrfach operierten Knie das mitmachen?

BODE MILLER

Als Mischung aus genialem Hasardeur, feinem Techniker und seltsamem Kauz gibt Miller der Öffentlichkeit Rätsel auf. Nach der missglückten Heim-WM 2015 schien er die Karriere beendet zu haben, auf Ski sah man den 33-maligen Weltcupsieger kaum noch. Eher widmete er sich seiner Familie - im November steht die Geburt des vierten Kindes an - und seinen Rennpferden. Nun aber hält er Anteile an einer neuen Skifirma und könnte ein Comeback avisieren - zumindest will er sich die Chance dazu gegen Ex-Ausrüster Head einklagen. "Es ist möglich", sagte er im September, "aber ich weiß nicht, wie das nur irgendwie funktionieren soll." Gerüchten zufolge hat der 39-Jährige nur die Highlights wie Kitzbühel oder Wengen im Blick.

ANNA VEITH

Nach ihren zwei Weltcup-Gesamtsiegen von 2014 und 2015 war Veith - die damals noch Fenninger hieß - die große Hoffnung Österreichs auf weitere Kristallkugeln am Fließband à la Marcel Hirscher. Dann aber erlitt sie im Oktober 2015 beim Training für Sölden eine schlimme Knieverletzung inklusive Kreuz- und Innenbandriss. Ein Jahr später ist sie noch längst nicht die Alte. "Rennen fahren, so wie ich es mir vorstelle, funktioniert einfach noch nicht", sagte sie. Bei steilen und eisigen Pisten seien die Belastungen noch zu hoch. Eine Veith in Bestform lässt daher wohl noch länger auf sich warten.

AKSEL LUND SVINDAL

Auch der Norweger lässt den Saisonstart aus. "Meine Reha dauert noch etwas", schrieb Svindal am Sonntag bei Instagram. In Kitzbühel hatte sich der Skandinavier im Januar bei einem Sturz das Kreuzband gerissen und den Kampf um den Gesamtweltcup aufgegeben. Es schien sogar die Karriere in Gefahr, als Knorpelschäden im Knie entdeckt wurden. "Das ist der Teil, der schwierig loszuwerden ist, und dann ist es schwer, ein Spitzensportler zu sein", sagte Svindal Ende August. Inzwischen aber trainierte er wieder und hält es ähnlich wie Vonn: Warum chancenlos bei einem Riesenslalom etwas riskieren, wenn die wichtigen Speed-Rennen erst einen Monat später folgen?

TINA MAZE

Dass die Slowenin noch einmal um Siege und Podestplätze fahren kann, ist unwahrscheinlich. Die zweimalige Olympiasiegerin von Sotschi und amtierende Doppelweltmeisterin hatte sich in der Vorsaison ein Sabbatical gegönnt. Mal versuchte sie sich als TV-Kommentatorin, dann wieder beschäftigte sie sich mit ihrer Schmuckkollektion. Offiziell beendet hat sie ihre Karriere nicht, Medienberichten zufolge will sie in dieser Woche das Geheimnis um ihre Zukunft lüften. Eine Sache spricht gegen die Fortsetzung der Karriere: Ihr Erfolgs-Servicemann präpariert von dieser Saison an die Ski von Viktoria Rebensburg.

VIKTORIA REBENSBURG

Wie gut diese von Rebensburg schon ausführlich gelobte Zusammenarbeit im Wettkampf wirklich klappt, weiß die aussichtsreichste deutsche Skirennfahrerin aber erst in ein paar Wochen. Für Sölden hatte sie sich viel vorgenommen auf dem Weg zur kleinen Kristallkugel im Riesenslalom, es zählt schließlich jedes Rennen. Dann aber stürzte sie im Training im Pitztal und erlitt einen Bruch des Schienbeinkopfes. Ein Start zum Saisonauftakt ist damit unmöglich. Ob es für die Nordamerika-Tour reicht, wird sich erst noch zeigen.

dpa

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