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Waldstädter Oldies wieder deutscher Meister

Volleyball Waldstädter Oldies wieder deutscher Meister

Sie können es nicht lassen und haben den Hattrick perfekt gemacht. Die Volleyballer der WSG Potsdam-Waldstadt wurden am Wochenende zum dritten Mal in Folge deutscher Meister in der Altersklasse Ü65.

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Die Oldie-Truppe wurde in Backnang wieder deutscher Meister.

Quelle: Foto: Privat

Potsdam. Gelernt ist gelernt. Wenn die Volleyball-Senioren der WSG Potsdam-Waldstadt das hohe Netz spannen, dann scheint die Gruppe der Über-65-Jährigen noch einmal in einen Jungbrunnen zu fallen. Gekonnte Annahme, ein gefühlvolles Zuspiel und schon schraubt sich der Mitspieler zum Schmetterball in die Höhe.

An diesem Wochenende wurden die Volleyball-Oldies aus Potsdam im baden-württembergischen Backnang in der Nähe von Stuttgart zum dritten Mal in Folge deutscher Meister in der Altersklasse Ü65. „Wenn man zweimal den Titel geholt hat, dann kann man beim dritten Mal nicht einfach nur hinfahren und mitspielen“, sagt Jochen Löser, mit 70 Jahren der älteste Spieler im Team. Die Waldstädter „Rentnerband“ legte wieder eine flotte Sohle aufs Parkett, gab in Backnang nicht einen einzigen Satz ab. Im Halbfinale wurde Solingen mit 2:0 nach Sätzen besiegt, im Finale Magdeburg ebenfalls mit 2:0 – der Hattrick war perfekt.

„Wir sind eine verschworene Truppe, viele kennen sich schon seit 40 Jahren. 1977 sind wir beim großen Turn- und Sportfest der DDR mal Zweiter geworden“, kramt der Mittelblocker in den Erinnerungen. „Wir haben schon eine Menge erlebt. Aber die Motivation und der Spaß am Volleyball sind ungebrochen. Wir sind einfach eine gute Truppe.“ Da gehöre natürlich auch mal dazu, hinterher irgendwo einzukehren und gemeinsam ein Bierchen zu trinken. „Das muss schon sein“, meint Löser und schwört auf den Teamgeist der rüstigen Truppe.

Natürlich braucht auch eine Mannschaft mit solch alten Hasen einen Trainer, der ihnen sagt, wo es langgeht oder wo am besten der Aufschlag im gegnerischen Feld platziert werden muss. Christoph Jahn, der über Jahrzehnte unzählige Volleyball-Talente in der Waldstadt von Manuel Rieke bis zu Jonathan Erdmann ausgebildet hat, übernahm diese Aufgabe gern. An der Sportschule in Lindow (Ostprignitz-Ruppin) wurde extra ein Trainingslager absolviert.

Viele der Akteure spielten früher bei der PH Potsdam in der Bezirksliga. Außen-Annahme-Spieler Bernd Förmer meint: „Solange man Spaß hat, macht man einfach weiter.“ Angesprochen auf Wehwehchen wehrt Zuspieler Ullrich Noack ab: „Alles halb so schlimm, dafür gibt es ja Knieschoner. Die Reaktionsschnelligkeit und die Sprunghöhe lassen zwar mit den Jahren nach, aber beim Gegner auch“, sagt er und hat die Lacher auf seiner Seite. Wenn die Oldies vor dem Spiel einen Kreis bilden und sich abschlagen, passt daher der Schlachtruf „Hauptsache gesund“.

Von Peter Stein

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