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Weiter intensive Kontrollen in deutschen Stadien

Fußball Weiter intensive Kontrollen in deutschen Stadien

Nach den Terroranschlägen von Paris gelten in deutschen Stadien weiter scharfe Sicherheitsvorkehrungen. Auch wenn sich Fans und Vereine wünschen, dass der Fußball wieder mehr im Mittelpunkt steht. Die Liga ist von Normalität noch weit entfernt.

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Sicherheit wird in der Bundesliga auch weiterhin großgeschrieben.

Quelle: Ole Spata

Hannover. Erstmals seit der Absage des Fußball-Länderspiels gegen die Niederlande wegen einer Terrorwarnung spielt die Bundesliga am Samstag wieder in Hannover. Dort hatten die Sicherheitsbehörden vor eineinhalb Wochen kurzfristig das Spiel abgesagt.

Auch wenn viele Vereine die Sicherheitsvorkehrungen noch verstärkt haben, hoffen Fans und Verantwortliche, dass es am Wochenende wieder vor allem um Tore und Punkte geht.

"Ich wünsche mir, dass es in den nächsten Wochen wieder selbstverständlich wird, mit einem guten, mit einem entspannten, mit einem ganz normalen Gefühl zu einem Fußballspiel zu gehen", teilte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im aktuellen "Bayern-Magazin" mit. Der deutsche Rekordmeister empfängt am Samstag Hertha BSC in der Allianz Arena. Verstärkte Kontrollen wird es weiterhin geben.

"Wir haben eine normale Woche erlebt. Wir fahren nach München, wie wir zu jedem anderen Spiel gefahren sind", sagte auch Hertha-Manager Michael Preetz. "Wir wünschen uns für uns und die Bevölkerung, dass Normalität einkehrt."

Natürlich steht Hannover, wo das Freundschaftsspiel gegen die Niederlande abgesagt wurde, besonders im Blickfeld. Elf Tage danach empfängt der niedersächsische Erstligist nun den Aufsteiger FC Ingolstadt. "Nach umfangreichen Gesprächen mit Behörden und Sicherheitsorganen" seien die Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden.

Auch in allen anderen Bundesliga-Städten sind die Polizisten nach wie vor sehr aufmerksam. Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund weisen vor der Partie gegen den VfB Stuttgart am Sonntag etwa darauf hin, dass die Zugangskontrollen an den Stadioneingängen intensiviert und mehr Zeit als gewöhnlich in Anspruch nehmen werden.

"Wir bitten vor dem Hintergrund unseres gemeinsamen Wunsches nach einem sicheren Stadionerlebnis schon jetzt alle Besucher der Partie gegen den VfB Stuttgart um Geduld, Besonnenheit und Verständnis für die eine oder andere Unannehmlichkeit am Sonntagnachmittag", erklärte Christian Hockenjos, Borussia Dortmunds Direktor Organisation.

In Leverkusen sollen vor dem Spiel gegen Schalke 04 am Sonntag auch Fahrzeuge durchsucht werden, gab der Werksclub bekannt. Zugleich bittet Bayer 04 die Besucher, auf Rucksäcke oder größere Taschen zu verzichten.

Die Maßnahmen in den Stadien sind grundsätzlich die selben, am vergangenen Spieltag war auch eine hohe Präsenz an Polizei und Sicherheitspersonal sichtbar. Lange Wartezeiten beim Einlass hatten auch verspätete Anpfiffe in Hamburg, Stuttgart und Ingolstadt zur Folge.

Besonders im Blickpunkt steht neben der Partie in Hannover am Samstag das Nord-Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV , das ohnehin als Risikospiel gilt. Von einem "Spagat, den wir da meistern müssen", sprach Polizeisprecher Holger Jureczko bei "Radio Bremen". Auf die Beamten käme eine "Doppelbelastung" zu. "Zum einen diese abstrakte Gefährdung durch Terrorismus und zum anderen das hohe Fanaufkommen", führte der Sprecher weiter aus.

dpa

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