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Weltmeisterschaft geht für Levy vor

Sechstagerennen in Berlin Weltmeisterschaft geht für Levy vor

In den vergangenen zehn Jahren war Bahnradsportler Maximilian Levy immer beim am Donnerstag beginnenden Sechstagerennen in Berlin am Start. Doch dieses Jahr geht er nicht auf die Bahn, sein Saisonschwerpunkt liegt auf der Weltmeisterschaft im März und den Olympischen Spielen in Rio. Zudem ist auch privat zur Zeit einiges los bei Levy.

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WM vor Sechstagerennen: Maximilian Levy.

Quelle: dpa

Berlin. Das Berliner Sechstagerennen ohne Maximilian Levy – das geht eigentlich gar nicht. Doch! In diesem Jahr wird der Bahnrad-Profi nicht an den Start gehen. „Nach zehn Jahren das erste Mal“, bestätigt der 28-Jährige, der in Berlin geboren ist. „Volle Halle, klasse Stimmung. Ein Rennen Zuhause, in der Region. Es ist schon schade, dass ich nicht fahren kann.“

Der Radrennfahrer und Kurzstrecken-Spezialist setzt Prioritäten. „Ich möchte die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im März durchziehen und werde deshalb auf das Sechstagerennen verzichten. Die WM ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg nach Rio zu Olympia.“ Vom 2. bis 6. März stehen die Titelkämpfe in London an. „Die Zeiten und Platzierungen für die Olympia-Norm habe ich“, sagt Levy. „Drei andere Fahrer aber auch. Es ist noch nicht sicher, ob drei oder vier deutsche Fahrer zu Olympia dürfen. Deshalb ist es auch wichtig, bei der WM bester Deutscher zu werden und Medaillen zu holen.“

Dreifacher Olympia-Medaillen-Gewinner

Maximilian Levy hatte bei den Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne im Keirin die Silbermedaille gewonnen. Im selben Jahr errang er bei den Olympischen Spielen in London die Silbermedaille im Keirin sowie gemeinsam mit Robert Förstemann und René Enders die Bronzemedaille im Teamsprint. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Minsk 2013 wurde er Weltmeister im Teamsprint – gemeinsam mit Enders und Stefan Bötticher.

Doch noch ist Platz auf der Visitenkarte. Maximilian Levy, der in Cottbus lebt, hatte 2014 seine langjährige Lebensgefährtin, die ehemalige Radsportlerin Madeleine Sandig, geheiratet. Seit dem 8. Januar hat sich die Familie vergrößert. „Ich bin zum zweiten Mal Vater geworden“, freut sich Brandenburgs Sportler des Jahres 2013. Tochter Tessa (2 Jahre) hat eine Schwester bekommen: Mila-Julie.

Das Duo wird seinen Vater in den nächsten Wochen selten sehen. Weltmeisterschaft und Olympia – Papa Levy hat 2016 einiges vor. Der dreifache Olympia-Medaillengewinner zählt zu den deutschen Hoffnungen am Zuckerhut. Deshalb kann er die Absage beim Sechstagerennen verkraften. „Ich werde am Samstag als Zuschauer hinfahren. Ein paar Leute treffen. Denn wann hat man schon so eine Veranstaltung in der Region. Mit vollen Rängen.“ Das Radsport-Event startet am Donnerstagabend und geht bis Dienstag. 75 Fahrer haben gemeldet – Levy diesmal nicht.

Von Sebastian Morgner

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