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Werder-Lage noch "schärfer" - Ingolstadt bejubelt 2:0

Fußball Werder-Lage noch "schärfer" - Ingolstadt bejubelt 2:0

Die Ingolstädter feiern den Sieg in einem "typischen Sechs-Punkte-Spiel", für Werder wird es enger und enger. Nach dem 0:2 beim Aufsteiger und dem Hoffenheimer Sieg gegen Mainz beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz nur noch zwei Punkte.

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Ingolstadts Benjamin Hübner (l) jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Bremen.

Quelle: Armin Weigel

Ingolstadt. Die Abstiegssorgen bei Werder Bremen werden immer größer. "Die Situation ist natürlich noch schlimmer geworden, ein bisschen unangenehmer, schärfer noch", haderte Trainer Viktor Skripnik nach dem 0:2 beim FC Ingolstadt.

"Wir sind alle frustriert und hatten uns viel mehr vorgenommen. Die Sorge ist da, aber es bleibt noch Zeit." Nach der eigenen Pleite beim Aufsteiger und dem 3:2-Sieg von 1899 Hoffenheim gegen den FSV Mainz 05 beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz nur noch zwei Punkte.

Der nun wohl ehemalige Konkurrent im Kampf um den Klassenverbleib aus Ingolstadt ist dagegen durch den dritten Heimsieg nacheinander schon auf neun Punkte davon gezogen. "Es war ein typisches Sechs-Punkte-Spiel gegen einen direkten Konkurrenten", erklärte Torhüter Ramazan Özcan. "Aber wir haben noch harte Wochen vor uns."

Benjamin Hübner (12. Minute) mit seinem ersten Tor in der Fußball-Bundesliga und der eingewechselte Lukas Hinterseer (90./Foulelfmeter) sorgten gegen den Pokal-Halbfinalisten Werder aber erst einmal für großen Jubel. "Das war ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Kampf war heute der Schlüssel zum Erfolg", sagte der erleichterte FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl. "Jeder Sieg ist wichtig, aber gegen einen direkten Konkurrenten umso mehr." Allerdings warnte der Österreicher vor Hochrechnungen: "Wenn man jetzt keinen Punkt mehr holt, steigt man ab. Wahrscheinlich."

Bereits früh passierte den Bremern auch vor 15 000 Zuschauern im ausverkauften Ingolstädter Sportpark das, was eigentlich immer bei Werder-Spielen passiert: ein Gegentor. Seit nunmehr 25 Partien spielte Bremen nicht mehr zu Null. Art und Weise des Hübner-Tores waren aber auch ein bisschen ein Spiegelbild der Auftritte beider Teams in der Saison.

Die schlechteste Hintermannschaft der Liga war nach einer Freistoß-Hereingabe von Pascal Groß einfach nicht in der Lage, den Ball zu klären. Ingolstadt, das Team mit der schlechtesten Trefferausbeute, benötigte angefangen von einem Kopfball von Almog Cohen bis zum Tor von Hübner mehrere Versuche, um das Spielgerät erst gegen die Latte und dann auch irgendwie in das Tor zu bekommen. "Ich habe das Ding vorher schon über der Linie gesehen", sagte Hübner und hatte noch dick eingepackt in eine warme Decke nach dem Spielschluss gut lachen. Es war der 15. Treffer des FCI und das 43. Werder-Gegentor.

Die Hanseaten, die vier ihrer fünf Saisonsiege sowie 14 ihrer 20 Punkte auswärts holten, brachten nach der Pause erstmals Winter-Neuzugang Sambou Yatabaré. Der neue Mittelfeldakteur war mit ein paar gefälligen Aktionen auf dem rechten Flügel um den Ausgleich bemüht, entscheidender aber griff er in der Schlussphase am eigenen Strafraum ein. Als er gegen Ingolstadts Außenverteidiger Robert Bauer zu spät kam, gab es Elfmeter.

Der eingewechselte Hinterseer musste den Strafstoß allerdings zweimal schießen, weil beim ersten Versuch ein Mitspieler zu früh in den Strafraum gelaufen war. Der Österreicher aber traf zweimal ins selbe Eck.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 44,4 - 55,6

Torschüsse: 9 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 55,6 - 44,4

Fouls: 15 - 23

Ecken: 0 - 4

Quelle: optasports.com

dpa

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