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Werder baut Zielhaus an der Föhse

Stadt investiert in moderne Regattastrecke Werder baut Zielhaus an der Föhse

Das alte Zielhaus an Werders Regattastrecke auf der Insel hat ausgedient und soll durch ein modernes Gebäude für Wettkampfrichter und den Ruderclub ersetzt werden. Damit will sich die Stadt einmal mehr als Austragungsort für Wassersportwettbewerbe empfehlen und als Erholungsort attraktiver werden.

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Drachenboot-Duelle auf der Werderaner Föhse.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Werder. Ob Havel-Ruder-Regatta, Masters Championat oder Drachenbootrennen, wenn auf Werders Föhse Ruderer oder andere Wassersportler ihre Kräfte messen, dann reisen alljährlich Tausende Sportler und Zuschauer in der Blütenstadt an. Die 1500 Meter Strecke zwischen Inselspitze und Bahndamm ist beliebt, das alte Zielhäuschen dagegen entspricht schon längst nicht mehr den Anforderungen. „Wir wollen ein neues Haus samt öffentlicher Toilette bauen, dafür hat die Stadt 230 000 Euro im Haushalt der Stadt fest eingeplant“, bestätigt Werders Vizebürgermeister, Christian Große (CDU) auf Anfrage der MAZ. In diesem Jahr seien bereits 30 000 Euro Planungsmittel reserviert und im nächsten Jahr soll mit dem Bau begonnen werden.

„Ein richtiges Gebäude ist auch dringend notwendig“, sagt Brigitte Ahrenholz, Vorsitzende des Ruderclubs und als niedergelassene Chirurgin in Werder gut bekannt. „Die Hütte ist einfach nicht mehr sicher genug, vor allem wenn zum Baumblütenfest auf dem Dach des Hauses hinter der Hauptbühne rumgeturnt wird“, sagt Ahrenholz. Der Club mit 140 Mitgliedern freue sich natürlich über das Vorhaben an der Regattastrecke der Stadt, die damit für Wassersportler und ihre Fans weitere Trümpfe bieten kann. „Schade, dass für unsere Freunde die Internetseite des Rudervereins gerade nicht verfügbar ist. Ein Mitglied, das die Seite gestaltet hatte, hat uns den Rücken gekehrt und die Präsenz eiskalt abgeschaltet“, sagt die Vorsitzende. Sie hofft, dass Vereinsmitglieder bis Monatsende die neue Internetseite vollendet haben.

Ruderverein seit 98 Jahren

1918 gründeten fünf Freunde den Ruderclub Werder. 2018 begeht der Verein sein 100-jähriges Bestehen. Höhepunkte des Vereinslebens sind in diesem Jahr das DRV Masters Championat vom 11. bis 12. Juni und die 62. Havel-Ruder-Regatta in Werder.

Die Regattastrecke befindet sich an der Föhse, einem ruhigen Nebenarm der Havel, der die Inselstadt Werders vom Festland trennt. Die Strecke ist besitzt eine Nord-Süd-Ausrichtung und beginnt nahe am Bahndamm.


Nördlich der Inselspitze befindet sich die 1000-Meter-Marke der Strecke. Der 500-Meter-Start liegt windgeschützt zwischen Festland und der Werderaner Insel. Kurz nach der katholischen Kirche Maria Meeresstern folgt die Ziellinie.

Die Strecke bietet auf ihrer gesamten Länge ein System mit sechs Bahnen. Vom Sattelplatz, der sich auf der Inselseite befindet, kann die Strecke gut eingesehen werden.

Durch die Lage auf der Insel sowie die Nähe zum Zentrum der Stadt bietet die Regattastrecke zahlreiche Möglichkeiten zum Verweilen.

Auch der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Klaus-Dieter Bartsch, begrüßt die Unterstützung der Stadt. „Das noch vorhandene Zielhäuschen ist kurz nach der Wende gebaut worden, hat aber längst seine Schuldigkeit getan“, sagt Bartsch. Wenn das neue Gebäude im Jahr 2017 gebaut und fertig wird, dann sind auch die Dixie-Toiletten für die Schiedsrichter zu den Regatten Geschichte. Darüber hinaus saniert die Stadt gerade ein Haus am Sportplatz, unweit von Regattastrecke und Zielhaus. Ist es vollbracht, profitieren davon der Fußballverein und der Heimatverein. Sie haben auf ein solches Domizil schon lange gewartet. Auch der Ruderclub kann dort laut Bartsch zu Wettkämpfen Räume nutzen, schließlich reisen zu den Regatten bis zu 1000 Sportler an.

Von Regine Greiner

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