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Werder kassiert derbe Heimpleite

Handball, 3. Liga Werder kassiert derbe Heimpleite

Dritte Niederlage im dritten Spiel: Die Handballer vom Aufsteiger Grün-Weiß Werder wurden am Samstag von Schwerin regelrecht vorgeführt.

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Rückraumspieler Tobias Frank setzt zum Wurf an. Er erzielte am Samstag gegen Schwerin drei Tore.

Quelle: Foto: Sylvia Göres

Werder. Sechs Tore Unterschied, dann acht Tore und nun 18 Treffer Differenz – die Niederlagen werden für Handball-Drittligist HV Grün-Weiß Werder immer bitterer. 15:33 (5:15) gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin hieß es am Sonnabend vor 200 Zuschauern in der Sporthalle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums.

Die Probleme beim Aufsteiger waren auch beim dritten Heimspiel in Serie immens. Die Truppe erweist sich so wie ihre Spielkleidung: Die Mannschaft ist im Auftreten zu grün. Im Gegensatz zu mehreren leichtgewichtigen Werderanern waren die mit neun Ausländern bestückten Mecklenburger körperlich von anderer Dimension, handballtechnisch sowieso. Die dritte Liga erweist sich als anderes Kaliber. Vor zwei Jahren hatte Werder in der Oberliga zuletzt zu Hause verloren. Jetzt in zwei Wochen in der neuen Liga gleich dreimal.

3:13 schon nach 24 Minuten

Erneut versuchten die Grün-Weißen mit einer Manndeckung der spielgestaltenden Gäste-Akteure dem Gegner den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch mit der offensiven Abwehr beraubten sich die Blütenstädter der Konterangriffe. Der erste schnelle Gegenstoß gelang erst nach 38 Minuten. Da war bereits alles entschieden. 3:13 hieß es nach 24 Minuten. Werders Angriffe verpufften zumeist. Schwerins Torwart wurde kaum geprüft. Die meisten Bälle nahmen schon die Vorderleute weg. 18 technische Fehler Werders schon bis zur Pause erleichterten ihnen die Arbeit. Robin Huntz, Spielmacher der Gastgeber und bester Akteur in beiden Partien zuvor, ging entnervt runter und kam nicht wieder.

Die Art und weise der Niederlage ist bitter

Im zweiten Abschnitt fassten sich Dominik Nehls und Christoph Drescher endlich ein Herz und suchten energisch den Abschluss. Aber wie sündigten die Spieler bei den Chancen. Werder scheiterte mit sieben Siebenmetern, verwandelte nur einen. Erklärungsversuch von Regisseur Nehls nach dem Abpfiff: „Uns fehlten Selbstbewusstsein und Cleverness. Daher die Unsicherheit bei den Aktionen. Und dann diese schlechten Würfe.“ Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand. „Wir brauchen einen Mannschaftsabend für gute Laune“, forderte der einstige Akteur von den Füchsen Berlin. „Die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist bitter“, sagte Werders Co-Trainer Max Ziegler. „Wir waren mutlos.“

Beste Laune zeigten die Gäste, auch Torwart Ariel Panzer. Der einstige Fanliebling beim VfL Potsdam weist 1,84 Meter Körpergröße und 110 Kilogramm Gewicht auf und besticht nach wie vor mit seinen Reflexen. „Die Knochen machen noch mit“, sagte der 42-jährige Deutsch-Argentinier.

Das ungleiche Duell hatte Ursachen. Die Mecklenburger Stiere trainieren als Halbprofis sieben Mal pro Woche, die Werderaner schaffen es nur dreimal.

Von Detlef Braune

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