Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Werner trifft in der 90.: VfB 2:2 in Hoffenheim

Fußball Werner trifft in der 90.: VfB 2:2 in Hoffenheim

Stuttgart Trainer Zorniger will "auf Teufel komm raus Spiele gewinnen". In Hoffenheim ist ihm dies in der achten Bundesliga-Begegnung zum siebten Mal nicht gelungen. Die Erleichterung nach dem Remis war dennoch groß.

Voriger Artikel
Kiel gewinnt Champions-League-Duell gegen Flensburg
Nächster Artikel
Chelsea in der Krise - Agüero führt ManCity an die Spitze

Die Stuttgarter erkämpften sich einen Punkt in Sinsheim.

Quelle: Uwe Anspach

Sinsheim. Trainer Alexander Zorniger schlug fassungslos die Hände über dem Kopf zusammen - diesmal vor Glück. Mit einem Tor von Timo Werner in der 90. Minute sicherte sich der krisengebeutelte VfB Stuttgart wenigstens einen Punkt im Derby bei 1899 Hoffenheim.

Dennoch sind die Schwaben mit dem 2:2 (0:1) am Samstag auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga angerutscht. Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena hatte Nationalspieler Kevin Volland die Nordbadener mit einem verwandelten Foulelfmeter (33.) und einem Tor in der 77. Minute jeweils in Führung gebracht. Joker Jan Kliment mit einem Kopfballtreffer nur eine Minute nach seiner Einwechslung (64.) und Werner glichen noch aus. Beide Teams verpassten dadurch erhofften zweiten Saisonsieg.

"Ich denke, es war aufgrund des Zeitpunkts des Tores ein verdienter, aber glücklicher Sieg", meinte Zorniger, der sich in der Nachspielzeit nach einer verpassten Siegchance von Werner noch die Haare raufte: "Es hätte mir sehr gut gefallen, wenn wir da nochmal nachgelegt hätten."

Der 47 Jahre alte Chefcoach kann nach diesem Teilerfolg dennoch erstmal etwas durchatmen. Zumal er in dem verletzten Kapitän Christian Gentner, Filip Kostic und kurzfristig auch Daniel Ginczek gleich drei hochkarätige Ausfälle zu verkraften hatte. Torjäger Ginczek erwischte es gar mit einem Bandscheibenvorfall. "Er hat eine Verletzung im Halswirbelbereich. Das bedeutet wahrscheinlich, dass er bis zum Ende der Hinrunde ausfallen wird. Das war gestern Abend schon ein Schock für uns", klagte Zorniger im Sky-Interview. Derzeit wird geprüft, ob Ginczek operiert werden muss.

Bei Hoffenheim konnte der angeschlagene chilenische Stürmer Eduardo Vargas doch auflaufen, so blieb dem Ex-Stuttgarter Kevin Kuranyi bis zur 69. Minute nur der Platz auf der Bank. Vargas sorgte von Anfang an für viel Alarm. Mit einem Elfmeter gingen dann die überlegenen Nordbadener in Führung: Toni Sunjic brachte Schwegler im Strafraum zu Fall - Volland verwandelte zum 1:0. Vargas hätte in der 38. Minute beinahe auf 2:0 erhöht: Einen feinen Heber des Angreifers erwischte der 1,94 Meter große VfB-Keeper Przemyslaw Tyton gerade noch mit den Fingerspitzen.

Auch nach der Pause waren die Gäste zunächst in der Rückwärtsbewegung - und hatten Glück: Volland, Jonathan Schmid und Vargas ballerten direkt hintereinander aufs VfB-Tor, jedes Mal war ein Bein der Stuttgarter im Weg (50.). Auf der Gegenseite scheiterte gleich darauf Werner aus kurzer Entfernung an Baumann.

Jetzt war endlich Feuer im Derby, der VfB bäumte sich auf. Mit gleich drei Neuen - Daniel Schwaab, Arianit Ferati und Kliment - versuchte Zorniger noch die Wende - und bewies ein gutes Händchen: Kliment köpfte zunächst zum Ausgleich ein. Doch nach einem weiten Abwurf von Baumann und einem Vargas-Pass düpierte Volland Tyton und drehte nach seinem fünften Saisontreffer jubelnd ab. Werner schockte die Hoffenheimer noch einmal in der Schlussminute.

"So können wir Tore nicht herschenken. Das ist natürlich ärgerlich, deshalb kann ich mit dem einen Punkt nicht viel anfangen", meinte TSG-Trainer Markus Gisdol nach dem bitteren Ende. Auch seine Innenverteidiger haderten mit dem späten Ausgleich. "Man kriegt da kein Tor, wenn man 100 Prozent geil darauf ist, die Führung zu verteidigen", meinte Niklas Süle. Bicakcic ärgerte sich maßlos darüber, "dass der kleinste Mann mit so ungefähr 1,50 Meter einköpft".

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 40,9 - 59,1

Torschüsse: 11 - 18

gew. Zweikämpfe in %: 49,2 - 50,8

Fouls: 12 - 15

Ecken: 6 - 5

Quelle: optasports.com

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport
MAZ Sportbuzzer