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Wertvoll im zweiten Anlauf

Basketball Wertvoll im zweiten Anlauf

Rückkehrer Erik Müller hat sich beim Basketball-Zweitligisten Eintracht Stahnsdorf zu einem Leistungsträger gemausert. Am Sonntag will der Power Forward im Heimspiel gegen die Hertener Löwen den Klassenerhalt in der ProB perfekt machen. Den momentanen Status musste sich Müller erst erarbeiten.

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Erik Müller (l.) profitiert von seiner Schnelligkeit.

Quelle: Friedrich Bungert

Stahnsdorf. Im zweiten Anlauf hat es Erik Müller gepackt. Der Basketballer des RSV Eintracht Stahnsdorf hat sich in der ProB-Mannschaft durchgesetzt. Allein in den ersten drei Spielen der Playdown-Runde sammelte der 24-Jährige durchschnittlich 18 Punkte pro Spiel. Auch am Sonntag (17.30 Uhr, BBIS-Halle Kleinmachnow) gegen die Hertener Löwen will Müller, der vor vier Jahren schon einmal beim RSV angeheuert hatte, möglichst viele Punkte beisteuern. Mit einem Sieg würde Eintracht den Klassenerhalt bereits zwei Spiele vor Schluss der Abstiegsrunde eintüten. „Die Motivation, es perfekt zu machen, ist groß“, sagt Müller.

Aufstieg mit dem USV Potsdam

Der frühere Jugendnationalspieler hatte sich einst nicht nachhaltig beim RSV durchsetzen können. „Viele Spieler standen vor mir“, erinnert sich Müller, der damals eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann absolvierte. Durchschnittlich kam er nur auf sechs Minuten Einsatzzeit. Zwischenzeitlich spielte der Berliner für den USV Potsdam, mit dem er in die 2. Regionalliga aufstieg. Dort gehörte der Power Forward zu den Leistungsträgern. Doch als die Anfrage des RSV Eintracht kam, musste er nicht lange überlegen. „Ich wollte sehen, ob ich mithalten kann“, sagt Müller. Mit vielen heutigen Teamkollegen hat er schon im Nachwuchs zusammengespielt. Außerdem studiert er mittlerweile im zweiten Semester BWL und kann sich seine Zeit besser einteilen als im ersten RSV-Anlauf.

Selbstvertrauen ist gestiegen

Dennoch saß der Zwei-Meter-Mann meist auf der Bank. „Ich musste erstmal damit umgehen lernen, dass ich nicht in der Starting five stehe“, erzählt Müller. Doch er habe hart an sich gearbeitet und sich so immer besser an das härtere und schnellere Spiel in der 2. Bundesliga gewöhnt. Seit Mitte der Saison bekommt Müller zunehmend mehr Spielzeit. „Mehr Spielzeit, mehr Punkte“, rechnet er vor. Doch wichtig war, dass sein Selbstvertrauen mit den Einsätzen wuchs. „Ich habe mich immer besser gefühlt. Wir spielen einen schnellen Basketball, das kommt mir zugute.“ Mittlerweile hat er seine Gesamt-Punktausbeute auf durchschnittlich 10,3 gesteigert. „Erik hat sich diese Rolle verdient, er hat häufig Schnelligkeitsvorteile und hilft uns offensiv weiter“, lobt Trainer Jan Sauerbrey.

Müller warnt vor Herten

Am Sonntag muss aber auch die Defensive funktionieren. Denn Herten hat den Topscorer der ganzen Liga in seinen Reihen, Deandre Landsdowne sammelte bisher durchschnittlich 22,7 Punkte pro Match. „Wir müssen uns absolut fokussieren. Herten hat nichts mehr zu verlieren, das macht ein Team gefährlich“, warnt Müller.

Lob vom Trainer

Während der RSV in der Playdown-Viererrunde mit 18 Punkten Rang zwei belegt, ist Herten mit 14 Punkten Dritter. Nur die ersten beiden bleiben in der ProB. Gewinnt der RSV, ist er in den beiden letzten Spielen nicht mehr einholbar. Bei einer Niederlage ginge das Zittern weiter. „Wir werden alles daran setzen, den Klassenerhalt am Sonntag endgültig klar zu machen“, sagt Sauerbrey. Und Erik Müller will seinen Aufschwung krönen.

Von Ronny Müller

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