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Wolff: Im Notfall Trennung von Mercedes-Erfolgsduo

Motorsport Wolff: Im Notfall Trennung von Mercedes-Erfolgsduo

Mercedes hat mit fünf Fahrertiteln in verschiedenen Rennserien sein erfolgreichstes Motorsportjahr in der Konzerngeschichte gefeiert. Aber immer wieder geht es um den Krach zwischen Formel-1-Champ Hamilton und seinem Stallrivalen Rosberg.

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Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat mit Hamilton und Rosberg erneut souverän die Konstrukteurs-WM gewonnen.

Quelle: Deniz Calagan

Stuttgart. Der Dauerzoff zwischen den beiden Formel-1-Stars Lewis Hamilton und Nico Rosberg war auch bei der großen Mercedes-Party Stars & Cars ein Top-Thema. Motorsportchef Toto Wolff wiederholte in der Medienrunde seine Drohung, das Erfolgsduo im Notfall zu trennen.

"Es ist wichtig, dass es keine Kontroversen in der Garage gibt. Der Teamgeist ist essenziell", betonte Wolff am Samstag in Stuttgart. "Animositäten wären nicht gut für das Team." Wenn es da Probleme gebe, "müssten wir uns Gedanken über die Fahrerpaarung machen".

Zehntausende Fans feierten im Mercedes-Benz Museum und erstmals auch im benachbarten Fußballstadion bei Spaßrennen im K.o.-Modus die in diesem Jahr in zahlreichen Rennserien triumphierenden Stern-Piloten und ehemalige Mercedes-Größen. Mit insgesamt fünf Fahrertiteln und Siegen in diversen Teamwertungen war es die erfolgreichste Saison in der traditionsreichen Motorsportgeschichte des Konzerns.

Der dreifache Weltmeister Hamilton verteidigte in der Königsklasse seinen Vorjahreserfolg. Pascal Wehrlein krönte sich einen Tag vor seinem 21. Geburtstag zum jüngsten Champion im Deutschen Tourenwagen Masters. Hinzu kamen Titel in Formel 3, GP3 und ADAC GT Masters.

Auf dem Podium präsentierten sich die Streithähne äußerst zahm. Hamilton grinste wie gewohnt rundum zufrieden. Rosberg war wegen einer Hundeallergie sichtlich angeschlagen. Sollten sich die beiden weiterhin so friedlich verhalten, dürfte Wolff in der nächsten Saison keine Probleme bekommen. Aber auf der Rennstrecke dürfte es wieder zur Sache gehen.

Wolff stellte klar, dass die "Kombination Lewis und Nico" das Team definitiv dahin gebracht habe, wo es jetzt stehe. Er wünsche sich einen harten Wettkampf der beiden. "Wir wollen das Racing nicht einschränken", versicherte er. Aber der Motorsportchef machte auch klar, dass es klare Grenzen gebe: "Meine Rolle ist es aufzupassen, dass sich dieser starke Wettbewerb zwischen den beiden nicht auf das Team überträgt."

Rosberg würdigte Wolffs ausgleichendes Wirken in diesem Duell mit viel Sprengkraft: "Danke Toto, dass du das so gut gemanagt hast." Hamilton schloss sich an. So wichen beide auch geschickt einer klaren Stellungnahme zu dieser heiklen Problematik aus.

Das Saisonfazit der beiden die Formel 1 beherrschenden Piloten fiel erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Hamilton sprach von "einem unbeschreiblichen Gefühl", vor einer Woche wieder den WM-Pokal erhalten zu haben. Rosberg wünschte sich, 2016 an seine Siege in den drei abschließenden Rennen anknüpfen zu können.

Äußerst skeptisch beurteilte Wolff die Aufblähung des WM-Kalenders auf nunmehr 21 Grand Prix. Schon mit 19 Rennen sei es zum Saisonende an die "physischen und psychischen Leistungsgrenzen" gegangen. Angesichts der Termindichte am Schluss des kommenden Jahres kritisierte Wolff: "Das ist meiner Meinung nach nicht mehr machbar." Man müsse dann vielleicht mit einer zweiten Schicht an der Rennstrecke arbeiten, um das Team zu entlasten.

Ob Wehrlein 2016 so ein Mammutprogramm bewältigen muss, ist weiterhin offen. "Klar wäre es schön, wenn ich in der Formel 1 fahren dürfte. Aber ich habe das nicht in der Hand", sagte er. "Ich wäre aber auch super happy, wieder in der DTM zu starten." Möglicherweise erhält Wehrlein in der Königsklasse ein Cockpit bei Manor, das seine Motoren von Mercedes bezieht.

dpa

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