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Wolfsburg im Auswärtstief - Allofs beklagt Einstellung

Fußball Wolfsburg im Auswärtstief - Allofs beklagt Einstellung

Der VfL Wolfsburg hinkt auswärts den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Nur die Heimbilanz hält den Vizemeister noch in der Spitzengruppe. Die Einstellung der Profis steht auf dem Prüfstand.

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Die Auswärtsbilanz der Wolfsburger ist eines Topteams nicht würdig.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Mainz. Klaus Allofs holte zum Rundumschlag aus. Nach dem 0:2 (0:1) am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz 05 wollte der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg die Einstellung des Personals nicht unkommentiert lassen.

"Das Spiel gehört zu den frustrierendsten Erlebnissen, die ich bisher beim VfL hatte. Dass eine Mannschaft mit so viel Potenzial so wenig auf den Platz bringt, das ist schon erschreckend", sagte Allofs. Er sei nicht bereit, die üblichen Entschuldigungen geltenzulassen. "Ich erwarte, dass die Spieler eine andere Verhaltensweise an den Tag legen", forderte Allofs für die Zeit nach der Länderspielpause.

Die miese Auswärtsbilanz mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen und lediglich drei erzielten Treffern bringt auch Trainer Dieter Hecking ins Grübeln. "Wir müssen vor unserer eigenen Tür kehren. Die Konzentration ist nicht so, wie sie sein muss, jeder Einzelne muss sich hinterfragen. Wir sind nicht zufrieden, wie unsere Mannschaft derzeit spielt. Platz drei sieht gut aus, doch wir haben schon bei unseren Siegen nicht gut gespielt. Wir müssen schleunigst die Kurve kriegen", erklärte der 51-Jährige.

Denn: Nicht nur in der Mainzer Bundesliga-Provinz, auch in der Champions League bleibt der VW-Club hinter den Erwartungen zurück. Mitte der Woche hatten die "Wölfe" mit dem 0:2 in Eindhoven die gute Ausgangsposition in ihrer Gruppe verspielt.

Die frühe Rote Karte für Julian Draxler (14. Minute) verhagelte zusätzlich die Stimmung. Nach dem Tritt des Nationalspielers gegen den Mainzer Gonzalo Jara schickte Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) Draxler vom Platz. "Die Entscheidung war falsch. Julian hatte keinerlei Absicht, jemanden zu verletzten", betonte Allofs. "Bei mir wäre es mit elf gegen elf weitergegangen", war auch Hecking verärgert wegen der harten, aber regelkonformen Entscheidung. Dezimiert fand man nicht mehr ins Spiel. Doch Allofs meinte: "Es gab aber auch schon Teams, die waren zu zehnt besser."

"Es macht mir Sorgen, wie wir in den zwei Spielen der Woche aufgetreten sind", meinte Allofs. Die Fehlerkette zog sich für ihn durch alle Mannschaftsteile. "Wir haben in der Defensive nicht fehlerfrei gespielt, sonst schießt Mainz solche Tore nicht. Es ist ja nicht so, dass den Toren sensationelle Aktionen vorausgingen", klagte der frühere Nationalstürmer.

Im Mittelfeld habe die Ballsicherheit für erfolgsversprechende Passfolgen gefehlt. "Wir hatten keinerlei Esprit", betonte der VfL-Sportchef. Die Statistik allerdings bewies, dass die Wolfsburger mehr Ballbesitz hatten und mehr Zweikämpfe gewannen. "Wir wissen schon, dass eine ganze Menge im Argen lag."

Der FSV Mainz 05 polierte mit den Toren von Pablo De Blasis (31.) nach einem kapitalen Fehler von VfL-Torhüter Diego Benaglio und Yunus Malli (75.) die Heimbilanz auf. "Wir wollten geduldig bleiben, gut stehen, die Bälle in den Räumen erobern und mit Tempo umschalten. Das ist gelungen", sagte Trainer Martin Schmidt. Der Schweizer verhehlte nicht, dass der Platzverweis für Draxler hilfreich war. Den Dreier verbucht Schmidt unter der Rubrik Bonuspunkte. "Nach der Länderspielpause müssen wir beim 1. FC Köln liefern. Deshalb lassen wir den Kopf unten und arbeiten konzentriert weiter."

dpa

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