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Zukunft von Motor entscheidet sich im Herbst

Nach dem Tod von Manager Ralph Mantau Zukunft von Motor entscheidet sich im Herbst

Motor Babelsberg berät nach dem Tod von Manager Ralph Mantau weiter über die Zukunft des Vereins. Derzeit laufen Gespräche mit Sponsoren. Ob der Deutsche Meister in der Bundesliga startet, entscheidet sich im Herbst. Positive Signale kommen sowohl vom Autohaus ASL Lichtblau als auch vom Kapitän der Mannschaft.

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Atdhe Gashi (r.) möchte weiter für Motor Babelsberg in der Bundesliga boxen.

Quelle: Fotos: Detlev Scheerbarth

Potsdam. Die Fußstapfen sind riesig, die der kürzlich verstorbene Motor-Manager Ralph Mantau im Babelsberger Ringstaub hinterlässt. Ein Weg durch 20 Ligajahre, seit 2008 in der 1. Bundesliga, konnte im April mit der deutschen Mannschaftsmeisterschaft gekrönt werden. Seine stetige Präsenz als Trainer, die respektierte Stimme im Landes- und Bundesverband und ein großes persönliches Netzwerk unter Europas Amateurboxern werden nicht so schnell zu ersetzen sein.

Mantaus Weggefährten wollen Weg weiterführen

Doch Mantau war kein Einzelkämpfer, im Verein konnte er sich immer auf die Unterstützung langjähriger Weggefährten verlassen. Sie, die fast unsichtbaren, zuverlässigen Helfer im Hintergrund, haben jetzt ein schweres Erbe anzutreten. Doch sie sind entschlossen, die geschaffenen Strukturen nicht einfach verfallen zu lassen.

Die Boxtrainingsgruppe des SV Motor Babelsberg verfügt aktuell über 20 aktive Sportler aller Altersklassen. Erst diese Woche kamen zwei neue Interessenten hinzu. Die lizenzierten Vereinstrainer Heiko Prause, David Berndt und Marco Heymann halten den Betrieb am Laufen. Zur Zeit an drei Tagen die Woche, ab Herbst sollen es wieder fünf Tage sein. Den Abteilungsvorsitz im Verein hat kommissarisch Burkhard Grünberg übernommen, Schatzmeister Thomas „Rex“ Wembacher kümmert sich noch um die Schlussabrechnung der abgelaufenen Bundesligasaison. Vom Brandenburger Landesverband kommen positive Signale, der Status Babelsbergs als Landesstützpunkt (seit 2001) soll auch für die nächste Periode bis 2020 verlängert werden.

Mantaus Sohn Marcel noch aktiver im Verein

Ralph Mantaus Sohn Marcel hatte in den vergangenen Jahren keine offizielle Funktion im Verein, Familiengründung und Beruf hatten für ihn Priorität. Jetzt hat sich der 29-jährige IT-Techniker der Stadt Potsdam für ein Jahr beurlauben lassen, um der väterlichen Firma in der Übergangszeit zu helfen. Doch auch in seinen Adern fließt Boxerblut, er war Jugendmeister im Halbschwergewicht. Außerdem besitzt er eine Trainerlizenz und ging seinem Vater bei der Organisation des Ligabetriebs stets zur Hand. Er begleitete viele Auswärtskämpfe und kennt alle Babelsberger Ligaboxer persönlich. So weiß er um den Aufwand, den eine erfolgreiche Bundesligasaison erfordert. Aber er sagt: „Neben dem Filmpark und den Fußballern von Babelsberg 03 haben die Boxer den Stadtteil auf die Deutschlandkarte gesetzt. Sie sind ein Aushängeschild.“

Ob der Ligabetrieb tatsächlich weitergeführt werden kann, soll rechtzeitig vor Saisonbeginn im Herbst entschieden werden. Vorher sind viele Gespräche zu führen. Die Leistungsboxer sind zur Zeit auf die Olympiaqualifikationen orientiert, doch zumindest von Mannschaftskapitän Atdhe Gashi kommt ein klares Bekenntnis: „So lange ich olympisch boxe und Motor Babelsberg ein Erstligateam stellt, werde ich für keinen anderen Verein antreten.“

Auch Autohaus gibt positive Signale

Auch ob langjährige Sponsoren weiter mitziehen und die Finanzierung sicherstellen, ist zu klären. Den Veranstaltungsort stellte in der vergangenen Saison das Hyundai-Autohaus Lichtblau zur Verfügung, Geschäftsführer ist der ehemalige Judoka Olaf Jahr. Er zieht ein positives Fazit und macht Hoffnung: „Im ersten Jahr als Sponsor des Vereins haben wir ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Alle bei uns im Haus durchgeführten Veranstaltungen waren ein voller Erfolg für den Verein und für uns als Sponsor. Wir glauben daran, dass der Verein eine Zukunft hat und bleiben in ,Wartestellung’.“

Von Detlev Scheerbarth

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