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Zukunft von Werder-Coach Nouri nach Remis weiter offen

Fußball Zukunft von Werder-Coach Nouri nach Remis weiter offen

Werder Bremen verpasst beim 2:2 in Darmstadt den zweiten Saisonsieg und damit ein starkes Argument für den Verbleib von Interimstrainer Nouri. Die Entscheidung rückt näher.

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Fabian Holland (u.) im Duell mit Bremens Izet Hajrovic.

Quelle: Boris Rössler

Darmstadt. Nach dem 2:2 bei Darmstadt 98 trat Werder Bremens Interimstrainer Alexander Nouri die Heimreise ohne neue Erkenntnisse über seine sportliche Zukunft an.

Der Auftritt seiner Mannschaft hinterließ einen zwiespältigen Eindruck, unter dem Sport-Geschäftsführer Frank Baumann keinen Kommentar zur brennenden Trainerfrage abgab. "Bei einem Sieg wäre die Antwort einfacher gewesen", erklärte Neuzugang Serge Gnabry.

"Wir sind so verblieben, dass in der Länderspielpause gesprochen wird. In welche Richtung das geht, kann ich nicht sagen", erklärte Nouri. Nach Informationen von "Bild am Sonntag" soll er das Werder-Team aber bis mindestens zum Saisonende als neuer Cheftrainer betreuen. Dies wolle der Tabellen-15. an diesem Sonntag bestätigen.

Gegen Nouri sprach eine grottenschlechte erste Halbzeit, für ihn eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause. Da schien Werder durch die Treffer von Ludovic Lamine Sané (51.) und Gnabry (67.) auf der Siegerstraße. Doch Antonio Colak, der die Hausherren in der 19. Minute per Foulelfmeter bereits in Führung gebracht hatte, sorgte mit seinem zweiten Treffer (73.) für einen erheblichen Stimmungsdämpfer.

Mit vier Punkten steckt Werder weiter im Tabellenkeller fest. Dennoch hielten die Spieler nach der Partie ein Plädoyer für Nouri. "Es war immer eine Stärke von Werder Bremen, eine Entscheidung mit Bedacht anzugehen", sagte Kapitän Clemens Fritz und stärkte dem Coach nochmals den Rücken: "Er hat uns Mut zugesprochen, stellt uns gut ein und macht einen guten Job."

In der ersten Hälfte war dies kaum zu erkennen. Die Darmstädter, bei denen Kapitän und Abwehrchef Aytac Sulu nach Verletzung sein Saisondebüt feierte, waren von Beginn an hellwach und ließen Werder mit einer aggressiven Zweikampfführung kaum zur Entfaltung kommen.

Schon nach sechs Minuten sorgte Jérôme Gondorf für den ersten Aufreger der Partie: Sein Freistoß klatschte an den Pfosten. Die verdiente Führung fiel unter Mithilfe der Gäste, denn nach einem langen Pass in den Strafraum wurde Gondorf von Theodor Gebre Selassie unglücklich über den Haufen gerannt. "Da konnte ich nichts machen", entschuldigte sich der Pechvogel. Colak verwandelte den Strafstoß sicher.

Das einzig Positive aus Bremer Sicht war der knappe Pausenrückstand. In der Kabine fand Nouri offenbar die richtigen Worte, denn sein Team zeigte danach ein völlig anderes Gesicht. "Für mich hat das Spiel gefühlt erst in der zweiten Halbzeit begonnen", räumte Nouri ein.

Nach einer Flanke in den Strafraum erzielte Sané aus kurzer Distanz den Ausgleich. "Lilien"-Torwart Michael Esser verletzte sich bei der Aktion an der Schulter und musste kurz darauf, nachdem er einen fulminanten Distanzschuss von Florian Grillitsch über die Latte gelenkt hatte, vom Feld. Für ihn rückte Daniel Heuer Fernandes zwischen die Pfosten und schnell in den Blickpunkt.

Denn jetzt war Werder am Drücker und durfte tatsächlich zum zweiten Mal jubeln, als Gnabry einen Konter überlegt abschloss. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange. Eine weite Flanke von Gondorf drosch Colak volley ins lange Eck. "Dass er den schwersten Ball so verwertet, zeugt von großem Selbstvertrauen", lobte Darmstadts Trainer Norbert Meier den glücklichen Schützen.

So konnte Nouri am Ende keinen persönlichen Befreiungsschlag landen. Schlaflose Nächte hat er deshalb aber nicht: "In diesem Geschäft musst du eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen gegenüber den Dingen, die du nicht beeinflussen kannst. Ich habe alles gegeben, jetzt schaue ich, was die Zukunft bringt."

dpa

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