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Zwischen Olympiastadion und Ballettschule

Herthas Lewan Kobiaschwili hofft auf Einsatz gegen den FC Bayern Zwischen Olympiastadion und Ballettschule

Familienmensch Lewan Kobiaschwili will am Samstag in der Fußball-Bundesliga mit Hertha BSC gegen Bayern München spielen - und gewinnen. Dass er das gegen die Bayern - die "beste Mannschaft der Welt", wie er sagt - kann, hat er bei einen seiner  vorherigen Vereinen bewiesen. Vielleicht trifft er ja auch endlich mal im Hertha-Trikot.

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Lewan Kobiaschwili.

Quelle: dpa

Berlin. Lewan Kobiaschwili wartet auf die Eingabe von der rechten Seite. Der Ball wird von Sami Allagui flach zwischen den Elfmeterpunkt und die Strafraumgrenze gezogen. Der 36 Jahre alte Kobiaschwili vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC nimmt das Spielgerät direkt und schießt über das Tor. Er ärgert sich. „Ich versuche im Training immer mein Bestes zu geben“, sagt der Georgier vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern München. „Jeder Spieler muss bereit sein und immer die Hoffnung haben, dass er am Wochenende spielt. Auch mental. Der Trainer stellt die Mannschaft nach Stärken und Schwächen des Gegners auf.“

Wie zuletzt, als Hertha-Trainer Jos Luhukay den Routinier gegen Borussia Mönchengladbach überraschend auf die Position vor der Abwehr beorderte. „Der Coach war der Meinung, dass er diesmal solchen Typen wie mich braucht“, denkt sich Kobiaschwili, der 2010 vom FC Schalke 04 in die Hauptstadt kam und zuvor mit dem SC Freiburg in der Bundesliga unterwegs war. „Natürlich möchte ich auch gegen Bayern spielen“, hofft der Berliner auf einen Platz in der Startelf. „Wir haben aber große Konkurrenz im Mittelfeld. Viele Spieler können in die Top-Elf springen.“ Jeder habe bislang seine Leistung gebracht. „Genau das macht uns stark. Der Trainer macht sich in erster Linie Gedanken, was für die Mannschaft gut ist. Und so stellt er seinen Kader auf.“

Vielleicht wird gegen den Meister wieder Familienmensch Kobiaschwili vor der Abwehr abräumen. Er und seine Familie leben in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark). Vor der ersten Einheit bringt der 100-fache Nationalspieler seine Tochter Salome (6) und Sohn Nicka (14) zur Schule. „Um 8 Uhr startet die erste Stunde.“ Am Nachmittag holt er die beiden wieder ab und wird oft auf den Spielplätzen Berlins gesehen. „Meine Tochter geht zum Ballett und zum Tennis“, sagt der Vater, der mit seiner Frau Tamara (33) seit 1998 verheiratet ist. „Nicka ist Fußballer und spielt bei Hertha 03 im Mittelfeld. Er ist ein Rechtsfuß.“

Papa Kobiaschwili schießt mit links und will seine Qualitäten auch gegen die Bayern zeigen. „Mit Freiburg habe ich gegen München noch nicht gewonnen“, sagt er. Mit Schalke aber. „Zu Hause und auch auswärts. Ob im alten Olympiastadion oder in der neuen Arena. Ich habe für beide Mannschaften Tore geschossen. Mal sehen, ob ich auch für meine dritte Mannschaft treffe. Das wäre super“, so der Mann mit der Trikotnummer 3, der weiß, dass die Bayern noch stärker als im Vorjahr sind. „Bayern München ist Wahnsinn. Sie haben die beste Mannschaft der Welt“, unterstreicht Kobiaschwili. Hertha werde aber trotzdem ihr eigenes Spiel machen. „Jeder Spieler muss über seine Grenze gehen. Hundert Prozent reichen nicht. Wir müssen hoffen, dass der FC Bayern keinen guten Tag erwischt.“ Dann habe die „Alte Dame“ eine Chance. Auch die Münchner Teilnahme an der Champions League könnte Hertha in die Karten spielen. „Vielleicht ist der eine oder andere Stammspieler nicht dabei“, hofft „Kobi“, der inzwischen richtig gut Deutsch spricht. „Die ersten fünf Jahre in Freiburg war es nicht leicht mit der Sprache. In der Mannschaft gab es viele meiner Landsleute. Wir haben im Training und außerhalb nur georgisch gesprochen“, erinnert er sich. „Danach auf Schalke war ich plötzlich allein und musste Deutsch sprechen. Das hat mir geholfen.“

Auch auf dem Platz. Trainer Luhukay wird seine Taktik gegen die Bayern nicht verändern. „Wir müssen in der Defensive stabil stehen, wollen aber auch mutig und mit Entschlossenheit nach vorn spielen“, sagt der Niederländer. Ob Kobiaschwili wieder von Beginn an spielt, wollte Luhukay nicht verraten. „Vom Leistungsprinzip hat er einen Einsatz verdient. Doch auch die Taktik wird eine Rolle spielen müssen.“ Kobiaschwili ist zurück. Auch dank des Ehrgeizes im Training.

Michael Preetz verlängernt

  • Michael Preetz wird als Manager weitere drei Jahre die Geschicke von Hertha BSC bestimmen.
  • Der Geschäftsführer Sport und der Berliner Fußball-Bundesligist verlängerten den Kontrakt vorzeitig bis 2017.
  • „Ich bedanke mich bei den Gremien des Vereins für das Vertrauen und freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit“, so der 46 Jahre alte Preetz. „ Gemeinsam werden wir alles daran setzen, unseren eingeschlagenen Weg weiterzugehen“.
  • Preetz hatte 2009 in Berlin den Managerposten von Dieter Hoeneß übernommen, stieg mit dem
  • Hauptstadtclub zweimal in die 2. Liga ab und jeweils direkt wieder in die 1. Liga auf.

Von Sebastian Morgner

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