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Titel lindert die Schmerzen

Trainer Ralph Welke ausgezeichnet Titel lindert die Schmerzen

Kanu-Trainer Ralph Welke ist zum zweiten mal in Folge als bester Trainer des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden. Der 55-jährige Potsdamer schleppte sich mit Schmerzen auf die Bühne.

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Erfolgsverwöhnt: Ralph Welke

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Auf der großen Bühne der Wahl zum Sportler des Jahres 2015 in Brandenburg ließ sich Trainer Ralph Welke vom Kanu Club Potsdam die Nachwehen eines im Herbst erlittenen Achillessehnenrisses nicht anmerken. Freudestrahlend nahm er zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ in Empfang. „Da kann man sich schon dran gewöhnen, eine feine Sache“, freute sich der 55-Jährige über die Auszeichnung, die Schmerzen schienen einen Moment vergessen.

Trainingslager verpasst

Später betrat er noch einmal die Bühne und nahm den Preis für Schützling Sebastian Brendel entgegen. Der Ausnahmeathlet selbst konnte nicht bei der Gala sein, weil er sich beim Trainingslager in Florida auf Olympia 2016 in Rio de Janeiro vorbereitet. Ohne seine Verletzung an der Achillessehne wäre Welke ebenfalls in den USA gewesen. Seit 2005, als sich der damals 17-jährige Brendel bei den Junioren-Weltmeisterschaften im ungarischen Szeged Gold über 500 und 1000 Meter im Einer-Canadier sicherte, bilden der Kanute und Welke ein Erfolgsduo. Der Trainer-Haudegen betont aber, dass noch etliche weitere Athleten aus Potsdam in der Erfolgsbilanz der deutschen Kanuten geführt werden: Franziska Weber, Conny Waßmuth, Ronald Verch und Ronald Rauhe werden genannt. Die starke interne Konkurrenz ist für Welke ein Erfolgsgeheimnis. „Sebastian Brendel hat einen extrem hohen Selbstanspruch. Ihm genügt es nicht die Trainingseinheiten einfach nur zu absolvieren, er will auch dort immer der Beste sein.“ Bekommt man es dann regelmäßig mit Partnern wie Ronald Verch zu tun, der selbst zur absoluten Weltspitze gehört, bringe einen das jeden Tag weiter.

Ziel ist Rio 2016

Ralph Welke fand auf Umwegen zum Kanusport, dem er seit über 40 Jahren verbunden ist. Der Schwimmer und Dreikämpfer orientierte sich 1970 neu, als der Moderne Fünfkampf aufgelöst wurde. Fortan paddelte er als Nachwuchssportler für den ASK Vorwärts. Als Trainer begann er 1981.

Von Amtsmüdigkeit ist bei dem gebürtigen Potsdamer, der heute in Werder wohnt, keine Spur. Mit den anstehenden olympischen Spielen in Rio steht das nächste Großereignis vor der Tür. Die Erfolge sind kein Selbstläufer, weiß Welke. „Die internationale Konkurrenz wird stärker, die Fahrzeiten insgesamt werden immer schneller. Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber noch eine Menge Arbeit vor uns.“ Sebastian Brendel will sein Olympia-Gold von 2012 verteidigen und gemeinsam mit Erfolgstrainer Welke, der beim nächsten Trainingslager in Florida Anfang Februar wieder mit dabei sein will, seine Medaillensammlung weiter vergrößern.

Von Mirko Jablonowski

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