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Verkehr Erste fahrerlose Busse starten in Berlin
Nachrichten Verkehr Erste fahrerlose Busse starten in Berlin
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13:05 26.03.2018
Auf dem Gelände der Charité startet der Fahrgastbetrieb mit fahrerlosen Minibussen. Quelle: dpa
Berlin

Sie sind klein, quietschgelb und surren leise: Erstmals sind in Berlin vier fahrerlose Kleinbusse im Regelbetrieb unterwegs. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) gaben am Montagmorgen den Startschuss für das Projekt.

Die elektrobetriebenen Fahrzeuge der Hersteller Navya und EasyMile werden auf dem Campus Charité Mitte eingesetzt. Die Elektro-Minibusse befahren in einer bis 2020 geplanten Pilotphase auf dem Campus Charité Mitte eine etwa 1,2 Kilometer langen Strecke mit neun Haltestellen, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mitteilten.

Mitarbeiter, Patienten und Besucher fahren kostenlos mit

Ab April starten die fahrerlosen Kleinbusse auch auf dem Gelände des Virchow-Klinikums. Mitarbeiter, Patienten und Besucher können kostenlos einsteigen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) startete am Montag auf dem Gelände der Charité den Fahrgastbetrieb mit fahrerlosen Minibussen. Quelle: dpa

Die beiden Charité-Standorte eigneten sich für das Projekt mit dem Namen „Stimulate“ besonders gut, da sie über ausreichend große Testfläche verfügen und vom öffentlichen Straßenland abgegrenzt sind, sagte BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Mit ihren Gehwegen, Kreuzungen, Fußgängern, Radfahrern, Pkw, Lkw und Bussen bildeten sie den Berliner Verkehrsalltag im Kleinen ab.

Projekt soll Akzeptanz für autonomes Fahren erhöhen

Schulze erklärte, mit dem Projekt solle die Akzeptanz des autonomen Fahrens erforscht werden. Außerdem gehe es darum, zukünftig Lücken im Verkehrsnetz zu schließen. „Gerade die letzten Meter, wenn man aus der Bahn kommt und nach Hause will, die sind ganz wichtig“, sagte die Ministerin.

Im Jahr 2016 wurde der autonom fahrende Kleinbus "Olli" auf dem Euref-Campus in Schöneberg getestet. Quelle: dpa

Das Bundesumweltministerium fördert das insgesamt rund 4,1 Millionen Euro teure Projekt mit 3,2 Millionen Euro. Weitere Projektpartner sind die BVG, die Charité und das Land Berlin. Müller nannte das Projekt eine „gute und gewinnbringende Kooperation“.

Unterwegs mit maximal 12 km/h

Die fahrerlosen Kleinbusse sind mit maximal 12 Kilometern pro Stunde unterwegs und bieten Sitzplätze für bis zu elf Personen. Sie werden auf Ringlinien mit acht bis neun Haltestellen eingesetzt.

Aus Sicherheitsgründen soll zunächst eine Aufsichtsperson an Bord sein, die im Notfall in die Technik eingreifen kann. Die Fahrzeuge waren vorab ein halbes Jahr getestet worden.

Von MAZonline/dpa

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