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Wirtschaft A24: Deutlich weniger Unfälle durch Tempolimit
Nachrichten Wirtschaft A24: Deutlich weniger Unfälle durch Tempolimit
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12:48 29.01.2019
Auf der A24 gibt es seit Dezember 2002 ein Tempolimit. Quelle: dpa
Potsdam

Auf etwa der Hälfte der Brandenburger Autobahnen gilt freie Fahrt. Hier gibt es laut Infrastrukturministerium kein Tempolimit. So war das auch bis Ende 2002 auf der Autobahn A24. 1200 Unfälle mit elf Toten zählte die Autobahnpolizei im Jahr 2001. Daraufhin reagierten die Behörden und erließen für die Teilstrecke zwischen den Dreiecken Havelland und Wittstock ein Tempolimit. Maximal 130 darf man auf diesen rund 62 Kilometern fahren. Das Tempolimit hat sich bewährt, wie eine daraufhin erstellte Studie zeigt. Die Bundesregierung lehnt ein generelles Tempolimit jedoch weiterhin ab.

Im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen untersuchten die Ingenieurgesellschaft Schlothauer & Wauer das Unfallgeschehen auf der A24 in den drei Jahren vor Einführung des Tempolimits und in den drei darauffolgenden Jahren. Außerdem setzten die Forscher das Ergebnis noch in Relation zu einer anderen Autobahnabschnitten, um zu berücksichtigten, dass sich das Unfallgeschehen auf märkischen Autobahnen insgesamt in den sechs Jahren verändert hat.

Zahl der Unfälle hat sich halbiert

Ergebnis: Die Zahl der schweren Unfälle halbierte sich. 654 schwere Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich vor Einführung, 337 entsprechend schwere Unfälle nach Einführung des Tempolimits. Die Zahl der Verunglückten sank von 838 auf 362 (minus 57 Prozent).

Außerdem sank der volkswirtschaftliche Schaden, der durch die Unfälle verursacht wurde von 24 Millionen Euro auf elf Millionen Euro pro Jahr.

Da zwischen 2004 und 2006 die Zahl der Unfälle auf den Autobahnen generell zurückging, kann die Halbierung der Unfallzahlen laut der Forscher aber nicht völlig auf die Einführung des Tempolimits zurückgerührt werden.

Mit Tempolimit fließt der Verkehr besser

Deswegen verglichen die Forscher das Unfallgeschehen auf der A24 mit der Entwicklung auf vier weiteren Autobahnabschnitten: A2 Autobahndreieck (AD) Werder bis Landesgrenze; A9 AD Potsdam bis Landesgrenze, A10 AD Werder bis AD Havelland sowie mit dem Reststück der A24 von Wittstock bis Mecklenburg-Vorpommern. Auf diesen Autobahnabschnitten sanken die Unfallzahlen um durchschnittlich 23,5 Prozent. Fazit der Studie: Der Einfluss eines Tempolimits auf ein geringeres Unfallgeschehen lag bei 26,5 Prozent.

Außerdem hat sich ein Tempolimit als günstig für den Verkehrsfluss erwiesen. Ohne Tempolimit gehen die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen weit auseinander. Auf unbegrenzten Strecken wurden mittlere Pkw-Geschwindigkeiten von 137 km/h gemessen, auf limitierten Strecken waren es im Schnitt 127 km/h. Mit Tempolimit gleichen sich die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer an. Dadurch kommt es zu einem harmonischeren Verkehrsfluss. Die Folge: Mit Tempolimit kann die Kapazität je Fahrstreifen um 100 Fahrzeuge je Stunde erhöht werden.

Von Torsten Gellner

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