Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Abgas-Skandal: VW-Manager in Südkorea in U-Haft
Nachrichten Wirtschaft Abgas-Skandal: VW-Manager in Südkorea in U-Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:06 24.06.2016
VW-Fahrzeuge in Südkorea warten auf die Auslieferung. Quelle: Yonhap
Anzeige
Seoul

Bei den Ermittlungen zum VW-Abgas-Skandal ist in Südkorea Berichten zufolge ein Manager der örtlichen Niederlassung des Autobauers in Untersuchungshaft gekommen.

Die Beamten sollen dem 52-jährigen Beschäftigten von Audi Volkswagen Korea vorwerfen, unter anderem Dokumente zu Emissionswerten gefälscht zu haben, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag berichtete. Das Bezirksgericht in Seoul hatte demnach Haftbefehl erlassen. Volkswagen äußerte sich in Südkorea zunächst nicht dazu.

Das Unternehmen soll Hunderte von Dokumenten über Emissionswerte, Kraftstoffverbrauch und Lärmtests geschönt haben, um so die Zulassung von Importautos zu erlangen. Es geht Wagen wie den VW Golf und Audi-Modelle, die seit 2010 in Südkorea verkauft wurden. Die Dokumente wurden bei Durchsuchungen von Firmenbüros sichergestellt. Dem Manager drohe jetzt unter anderem eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Reinhaltung der Luft, hieß es in den Berichten.

Die Behörden hatten in den vergangenen Monaten ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte erheblich ausgeweitet. Auch aktuelle Modelle wurden auf die Einhaltung von Abgas-Vorschriften überprüft.

Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Allerdings wird dem Unternehmen vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125 000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben.

Audi und VW hatten in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zusammen mit über 22 800 Autos einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22,4 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr zurück.

dpa

Die Briten gehen, viele Fragen bleiben. Wie wird sich der Abschied des Vereinigten Königreichs von der EU auf den Alltag der Deutschen auswirken? In vielen Fällen werden die Folgen erst zu spüren sein, wenn der Brexit nach der Übergangsfrist tatsächlich passiert ist.

24.06.2016
Politik Was wird jetzt aus dem Geld? - Die Folgen des Brexits für Anleger

Nach dem Brexit wird in den kommenden Tagen mit mittleren Börsenbeben gerechnet, aber was dann? Wie sicher sind die Geldanlagen? Die Währungen an sich? Und was ist mit Fonds? Sollte man jetzt Gold kaufen? Hier die wichtigsten Antworten auf die Brexit-Folgen für Geldanleger.

24.06.2016

Der Boom auf dem Bau hält dank extrem niedriger Zinsen an. Im April verzeichnete das Bauhauptgewerbe in Deutschland preisbereinigt 18,2 Prozent mehr neue Aufträge als ein Jahr zuvor, wie das Statistisches Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

24.06.2016
Anzeige