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Air-Berlin-Mitarbeiter scheuen Weg zum Arbeitsamt

Arbeitsagentur beunruhigt über wenige Meldungen Air-Berlin-Mitarbeiter scheuen Weg zum Arbeitsamt

Bei der Arbeitsagentur hatte man nach der Air-Berlin-Insolvenz mit mehr als 1200 Meldungen gerechnet. Nun stellt sich heraus, dass sehr viele Air-Berlin-Mitarbeiter den Weg zum Arbeitsamt scheuen. Unterdessen macht ein früherer Konkurrent ehemaligen Mitarbeitern ein Angebot.

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Quelle: dpa

Berlin. Nach Angaben der Berliner Arbeitsagenturen haben sich dort bislang nur wenige Mitarbeiter von Air Berlin arbeitslos gemeldet - womöglich auch aus Verunsicherung. „Wir haben in dieser Woche um die 200 Arbeitslosen-Meldungen aufgenommen“, sagte der Leiter der Arbeitsagentur Berlin Nord, Christoph Möller, am Freitag. „Wir wissen aber, dass mehr Arbeitnehmer von den Freistellungen betroffen sind.“ Eigentlich wurden mehr als 1200 Meldungen erwartet.

„Die niedrige Zahl macht uns Sorgen, denn dahinter stehen Ansprüche auf Arbeitslosengeld, die nicht in Anspruch genommen werden“, sagte Möller. „Mit der drohenden Masseunzulänglichkeit kann es sein, dass die freigestellten Mitarbeiter kein Gehalt mehr vom Unternehmen bekommen. Wir sind dann - neben der Vermittlung in neue Jobs - auch dazu da, das finanzielle Risiko in diesen Lagen abzufedern.“

Easyjet und Verdi regeln Einstellung von Air-Berlin-Mitarbeitern

Easyjet und Verdi haben sich auf Bedingungen geeinigt, zu denen bisherige Air-Berlin-Beschäftigte bei der britischen Fluggesellschaft eingestellt werden. Die Gewerkschaft sprach am Freitag von fairen Regelungen. „Dazu gehören bevorzugte und beschleunigte Einstellungsverfahren und vergleichbare Einkommen bei einer Beschäftigung bei Easyjet“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler mit.

Easyjet übernimmt bis zu 25 Flugzeuge von Air Berlin am Flughafen Tegel und will von Januar bis September 2018 schrittweise 1003 Beschäftigte einstellen und nach und nach ausbilden. Je nach Einsatzbereich und je nachdem, wie lange die Bewerber auf ihre Einstellung warten müssen, sollen sie ein Übergangsgeld zwischen 800 und 40 000 Euro erhalten. Die Vereinbarung enthält auch Regelungen zu einem möglichen Umzug von Crews von den Flughäfen Hamburg und Schönefeld nach Tegel.

Easyjet will mit den neuen Kräften deutsche Arbeitsverträge zu den mit Verdi vereinbaren Tarifen abschließen. „Wir freuen uns sehr darauf, die ehemaligen Air-Berliner bei Easyjet begrüßen zu dürfen“, betonte das Unternehmen. „Ihre Berufserfahrung stellt einen erheblichen Mehrwert für Easyjet dar.“ Die Fluggesellschaft erwartet, dass die EU-Kommission den Kauf im Dezember billigt.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin hat bereits Mitarbeiter widerruflich freigestellt: Sie müssen nicht mehr arbeiten, sind aber noch nicht gekündigt. „Wir erleben in unseren Gesprächen, dass sich viele nicht arbeitslos melden, und vermuten, dass sie verunsichert sind“, sagte Möller. Es gebe wohl die Sorge, dass eine Arbeitslosenmeldung einer Kündigungsschutzklage im Weg stünde. Das sei aber nach seinen Erfahrungen wenig wahrscheinlich.

„Eine Arbeitslosenmeldung gefährdet in der Regel nicht das spätere, gerichtliche Anfechten einer Kündigung“, erklärte Möller. „Wir können den Menschen nur empfehlen, ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen.“ Anders sei das bei Kollegen, die in eine Transfergesellschaft gehen. Diese dürfen sich vor dem Wechsel nicht arbeitslos melden. Denn die Transfergesellschaft übernimmt dann das Arbeitsverhältnis.

Von Julia Kilian, dpa

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