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Aktienmärkte in China und Japan weiter im Abwärtssog

Börsen Aktienmärkte in China und Japan weiter im Abwärtssog

Die schlechten Nachrichten aus China reißen nicht ab: Bei Unternehmern im Land ist die Stimmung so schlecht wie seit drei Jahren nicht mehr. Die Börsen setzen ihre Talfahrt fort.

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Weiter schlechte Stimmung an den Aktienmärkten in China. Die Börsen fielen nach schwachen Konjunkturdaten weiter.

Quelle: Rolex Dela Pena

Peking/Tokio. Die Stimmung an den Aktienmärkten in Ostasien hellt sich nicht auf. Wegen schwacher Konjunkturdaten legten die Börsen in China erneut den Rückwärtsgang ein.

Nachdem das Statistikamt in Peking den niedrigsten Einkaufsmanagerindex (PMI) seit drei Jahren vorgelegt hatte, schloss der Composite Index in Shanghai mit einem Minus von 1,2 Prozent. Der PMI fiel im August von 50,0 auf 49,7 Punkte.

Unter der Marke von 50 Punkten deutet der Wert auf eine sich abschwächende Wirtschaft hin, während Werte darüber auf eine positive Entwicklung hindeuten.

Ein noch schlechteres Bild von der Stimmung bei Chinas Unternehmen zeichnete das Wirtschaftsmagazins "Caixin". Ein eigener von der Zeitschrift berechneter Einkaufsmanagerindex fiel sogar auf den schlechtesten Wert seit vier Jahren.

"Die jüngste Sprunghaftigkeit an den Börsen weltweit könnte die Realwirtschaft belasten und ein pessimistischer Ausblick könnte sich selbst erfüllen", sagte "Caixin"-Ökonom He Fan. Pessimistisch äußerste sich auch Michael Foeller von ICF Kursmarkler: "Angesichts der Abwärtsdynamik sorgen sich immer mehr Beobachter über eine stärkere Abkühlung der chinesischen Wirtschaft, die auch andere Länder erfassen könnte."

Um der sich abschwächenden Wirtschaft unter die Arme zu greifen, hatte Chinas Zentralbank innerhalb von neun Monaten fünfmal die Leitzinsen gesenkt. Diese Maßnahmen würden jedoch auf mittlere Sicht nicht ausreichen, um das Wachstum wieder zu befeuern, schrieb der Analyst Liu Li-Gang von der australischen ANZ-Bank am Dienstag. Chinas müsse stattdessen die "Liberalisierung der Finanzmärkte beschleunigen" und eine "aktivere Fiskalpolitik" betreiben.

In Shenzhen büßte der Component Index sogar 3,7 Prozent ein. Auch die Börse in Tokio reagierten mit Kursabschlägen auf die schwachen Daten aus China. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem heftigen Minus von 3,84 Prozent aus dem Handel.

dpa

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