Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Android-Verfahren: Google droht Milliarden-Strafe
Nachrichten Wirtschaft Android-Verfahren: Google droht Milliarden-Strafe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:32 11.07.2018
Google droht eine Milliarden-Strafe. Quelle: dpa
Brüssel

Google steht laut einem Zeitungsbericht vor einer weiteren Milliardenstrafe der EU-Kommission. Auch im Wettbewerbsverfahren um das Smartphone-System Android werde voraussichtlich der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung festgestellt, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Die Strafe könne den Rekordbetrag von rund 2,4 Milliarden Euro aus dem Verfahren um die Shopping-Suche im vergangenen Jahr übertreffen – werde aber wohl nicht zweistellig. Mit der Entscheidung wird in den kommenden Wochen gerechnet.

Die Kommission hatte das Android-Verfahren im April 2015 aufgenommen und dem Konzern ein Jahr später den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vorgeworfen. Google und der Mutterkonzern Alphabet weisen die Vorwürfe zurück.

Kommission greift wahrscheinlich hart durch

Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, gleich ein Paket von Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen. Google kontert, es sei nötig, ein Mindestangebot an Apps auf dem Gerät zu haben, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten. Außerdem kritisiert die Brüsseler Behörde die „Anti-Fragmentierungs-Vereinbarung“, nach der Anbieter von Geräten mit Google-Diensten nicht gleichzeitig auch Smartphones mit abgewandelten Android-Versionen verkaufen können.

Es sei noch unklar, inwieweit Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eine Änderung der Geschäftsbedingungen verlangen werde. Auch die „Financial Times“ berichtete zuvor, dass die Kommission voraussichtlich auch im Android-Verfahren hart durchgreifen werde.

Drittes Verfahren um Werbung

In einem dritten Verfahren in Brüssel geht es um den Dienst „AdSense for Search“, bei dem andere Internetseiten Google-Suchmasken einbinden können. Unter anderem schränke der Konzern die Möglichkeiten dieser Anbieter ein, auch Suchmaschinen-Werbung von Googles Rivalen anzuzeigen, befand die Kommission. Die Google-Werbung werde bevorzugt behandelt.

Von dpa/RND

Die Havelland-Dörfer Kleßen und Görne lagen im Tal der Anschlusslosen – mitten im Funkloch. Das soll jetzt endlich vorbei sein. Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) reist extra an, um Brandenburgs peinlichstes Funkloch zu schließen. Aber Kleßen-Görne ist überall.

14.07.2018

Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox will dem US-Kabelriesen Comcast den britischen Bezahlsender Sky mit einem höheren Gebot noch vor der Nase wegschnappen. Je Sky-Aktie legt Fox nun 14 britische Pfund in bar auf den Tisch, wie Sky am Mittwoch in London mitteilte.

11.07.2018
Brandenburg Verheerende Unfallbilanz in Brandenburg - Dekra fordert Pflicht für Lkw-Umrüstung

Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) setzt beim Thema Abbiegeassistenten auf eine freiwillige Lösung. Die Prüforganisation Dekra macht Druck – und verweist auf Unfall-Zahlen aus Brandenburg.

13.07.2018