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Athen will "Troika" um Aufschub bei Entlassungen bitten

EU Athen will "Troika" um Aufschub bei Entlassungen bitten

Die griechische Regierung will mehr Zeit, um die versprochenen Entlassungen im staatlichen Bereich umzusetzen. Regierungschef Antonis Samaras befürchtet, dass es mitten in der für das Land wichtigen Tourismussaison erneut zu Protesten kommen könnte und will die "Troika" der internationalen Geldgeber deshalb um Aufschub bitten.

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Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen. Griechenland befürchtet, dass Proteste zahlungskräftige Touristen erschrecken könnten.

Quelle: Arno Burgi

Athen. n. Es geht um rund 2000 Staatsbedienstete, die ursprünglich in diesem Juni gehen sollten. Die "Troika" soll mit den Forderungen nicht einverstanden sein.

Wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, soll das Thema angesprochen werden, wenn die Chefs der Geldgeber-Kontrolleure am 10. Juni nach Athen kommen. Die Entlassungen sollten "am liebsten nach der Sommerzeit in Gang gesetzt werden", sagte ein hoher Beamter des Finanzministeriums, der an den Verhandlungen mit der "Troika" teilnimmt. Griechenland rechnet dieses Jahr mit einem neuen Rekord von rund 17 Millionen Touristen.

Die Experten der "Troika" von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) sollen damit nicht einverstanden sein. "Sie wollen hier und jetzt mit Namen und Adressen erfahren, welche Staatsbedienstete gehen", berichteten griechische Medien übereinstimmend. Athen hatte Ende April im Zuge der Sparauflagen Massenentlassungen von Staatsangestellten im Eilverfahren beschlossen.

Bis Ende 2014 sollen stufenweise 15 000 Staatsbedienstete gehen. Bislang sind knapp 100 gefeuert worden, die sich starfbar gemacht hatten. Der Bereich ist mit mehr als 760 000 Staatsdienern bei lediglich rund 11 Millionen Einwohnern extrem überdimensioniert.

Zurzeit werden Griechenlands Bücher von der "Troika" geprüft. Es geht um die Freigabe einer weiteren Tranche in Höhe von 3,3 Milliarden Euro für das pleitebedrohte Euro-Land.

dpa

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