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Nachrichten Wirtschaft Außenminister Kotzias sieht Griechenland von Europa erpresst
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20:33 29.05.2015
Das Finanzministertreffen in Dresden diente der Vorbereitung des G7-Gipfels am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Bayern. Quelle: Jan Woitas
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Köln

Cologne in Köln.

Dem Land werde fortwährend gesagt, dass es die Bedingungen der EU erfüllen müsse, nach dem Motto: "Wenn ihr jetzt nicht unterschreibt, dann seid ihr tot." So könne die griechische Wirtschaft unmöglich wieder auf die Beine kommen. "Die natürliche Reaktion ist, dass die Leute ihr Geld von der Bank abheben." Er hoffe, dass am Ende ein Kompromiss zustande kommt.

Auf den Einwand, auch die neue griechische Regierung gehe nicht gegen Steuerhinterzieher und Oligarchen vor, sagte der Professor für politische Theorie, dies werde durchaus versucht. Aber: "Wir haben große juristische Schwierigkeiten, gegen diese Leute vorzugehen."

Der Minister bestritt auch, dass seine Regierung Klientel-Politik und Vetternwirtschaft fortführe. Es stimme zwar, dass Verwandte von Ministern und des Regierungschefs in hohe Ämter geholt worden seien. Aber dabei sei allein deren Kompetenz ausschlaggebend gewesen.

Kotzias - der fließend Deutsch spricht und mit einer Deutschen verheiratet ist - zeigte sich überzeugt davon, dass Griechenland auf Dauer in der EU bleiben werde. "Wie kann man eine Europäische Union haben ohne Griechenland?", fragte er. Schon der Name Europa komme schließlich aus der griechischen Mythologie.

dpa

Die Sorge um einen möglichen "Grexit" hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag weiter in die Defensive gedrängt. Zu groß seien die Unsicherheiten in puncto eines immer wahrscheinlicher erscheinenden Austritts Griechenlands aus der Eurozone, sagte Analyst Christian Henke vom Wertpapierhändler IG.

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