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Aussicht auf stärkere EZB-Geldflut schickt Eurokurs auf Talfahrt

Währung Aussicht auf stärkere EZB-Geldflut schickt Eurokurs auf Talfahrt

Die EZB hat die Zinsen quasi abgeschafft und pumpt Milliarden in die Märkte. Das hat zwar die Kreditvergabe belebt, die Preise sinken aber trotzdem. Schon im Dezember könnten die Währungshüter die Geldschleusen deshalb noch weiter öffnen.

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EZB-Präsident Mario Draghi hat bereits angekündigt, dass die Notenbank die Geldschleusen noch weiter öffnen könnte.

Quelle: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Der Eurokurs ist mit der Aussicht auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen durch die Europäischen Zentralbank (EZB) stark gefallen. Nach entsprechenden Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi rutschte die Gemeinschaftswährung auf 1,1155 US-Dollar ab. Das ist der tiefste Stand seit Anfang Oktober.

Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,1313 (Mittwoch: 1,1354) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8839 (0,8807) Euro.

Die EZB hat nach Einschätzung der DZ Bank "massiv" Erwartungen an eine weitere geldpolitische Lockerung geschürt. "Am wahrscheinlichsten ist für uns, dass das Anleihekaufprogramm verlängert wird, ohne dass die EZB ein Enddatum kommunizieren wird", schreibt Jan Holthusen, Anleihenexperte bei der DZ Bank. Zudem sei auch eine Erweiterung des Katalogs der kaufbaren Anleihen zu erwarten.

Seit März kauft die EZB Wertpapiere, darunter auch Staatsanleihen, in einem Volumen von durchschnittlich 60 Milliarden Euro pro Monat. Bisher wurde mitgeteilt, dass das Programm bis September 2016 laufen soll.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7314 (0,7349) britische Pfund, 135,49 (136,30) japanische Yen und 1,0886 (1,0864) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 32 620,00 (32 700,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1167,00 (1167,10) Dollar gefixt.

dpa

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