Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Autobauer müssen 630 000 Fahrzeuge zurückrufen

Auto Autobauer müssen 630 000 Fahrzeuge zurückrufen

Nicht nur Volkswagen, auch mehrere andere deutsche Autobauer haben ein Abgas-Problem. Eine Nachprüfung auf Druck des Verkehrsministeriums führt nun zu einem großen Rückruf. Um Manipulationen wie im Fall VW geht es dabei aber nicht.

Voriger Artikel
Eurogruppe will neue Eskalation von Griechenland-Streit verhindern
Nächster Artikel
Aufsichtsrat hält an Eröffnungstermin für BER fest

Eine Sonde eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt im Auspuffrohr eines VW Golf 2.0 TDI (Baujahr 2012).

Quelle: Patrick Pleul/Symbolbild

Berlin. Die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordneten Abgas-Nachmessungen zwingen deutsche Autobauer zum Rückruf von rund 630 000 Fahrzeugen.

Bei den betroffenen Wagen von Audi, Mercedes, Opel, Porsche und VW müsse die Technik zur Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen geändert werden, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Es handele sich ausschließlich um Autos, die ihre Zulassung in Deutschland erhalten hätten.

Fahrzeuge mit einer "Abschalteinrichtung wie bei VW" seien bei den Untersuchungen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) nicht identifiziert worden, hieß es weiter. Volkswagen hat in seiner Abgas-Affäre eine illegale Software eingesetzt, die die Werte für den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb künstlich drückt, während die Autos auf der Straße deutlich mehr Schadstoffe ausstoßen.

Unabhängig davon stellen viele Hersteller die Abgastechnik ihrer Fahrzeuge so ein, dass die Filter erst ab einer bestimmten Außentemperatur arbeiten. Diese sogenannten Thermofenster sind nach den EU-Richtlinien legal.

Am Nachmittag wollte Dobrindt den Bericht über die Nachprüfungen bei verschiedenen Diesel-Fahrzeugen vorlegen. Er hatte die Tests nach dem Beginn des Abgas-Skandals bei VW angeordnet. Bereits bekannt war, dass es bei vielen Modellen deutlich erhöhte Abgaswerte gegeben hat.

Die Ergebnisse der Untersuchungen, die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht wurden, blieben aber lange Zeit geheim. Die Fahrzeuge seien sowohl auf dem Rollenprüfstand - also quasi unter Laborbedingungen - getestet worden als auch unter realen Bedingungen auf der Straße.

Laut Volkswagen ist die Kernmarke VW-Pkw von dem Rückruf infolge der Dobrindt-Prüfungen nicht betroffen - jedoch Audi, Porsche und die leichten VW-Nutzfahrzeuge. Von den übrigen Autobauern gab es zunächst keine weiteren Informationen.

Ein VW-Sprecher hatte der Deutschen Presse-Agentur bereits vor einigen Tagen bestätigt, dass es im Konzern durchaus auch Konzepte zum sogenannten Bauteilschutz gebe. Details dazu - etwa Marken, Motoren, Baujahre oder die Temperaturgrenzen, ab denen das System greife - konnte er nicht nennen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 13.060,00 +0,50%
TecDAX 2.522,25 +0,33%
EUR/USD 1,1794 +0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

VOLKSWAGEN VZ 144,66 +1,22%
DT. BANK 14,35 +1,06%
MÜNCH. RÜCK 185,93 +0,92%
DT. BÖRSE 92,99 -1,58%
LINDE 174,17 -0,59%
INFINEON 22,38 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 214,23%
AXA World Funds Gl RF 161,87%
Commodity Capital AF 148,44%
Apus Capital Reval AF 120,91%
FPM Funds Stockpic AF 118,86%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Erwarten Sie, dass sich nach Einführung der einheitlichen Postleitzahl in der Gemeinde Gumtow die Qualität der Zustellung verbessert?