Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft BDI warnt vor Aufweichen von Schutzstandards durch TTIP
Nachrichten Wirtschaft BDI warnt vor Aufweichen von Schutzstandards durch TTIP
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:03 11.07.2015
Nun warnt auch die deutsche Industrie, dass der Spielraum der EU und ihrer Mitgliedstaaten durch TTIP eingeschränkt werden könnte. Quelle: Boris Roessler/Archiv
Berlin

"Niedrigere Schutzstandards sind mit der Industrie nicht zu machen", sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Es ist richtig, Regeln für Produkte und Prozesse nur dann anzugleichen oder gegenseitig anzuerkennen, wenn das Niveau bei Produktsicherheit sowie Gesundheits-, Verbraucher- und Umweltschutz vergleichbar ist."

TTIP solle zwar zu einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA führen. "Aber auch mit TTIP müssen EU und USA selbst entscheiden können, wie sie ihre Bürger schützen wollen", forderte Grillo. "Eine Zusammenarbeit bei Regeln und Standards darf den Spielraum der EU und ihrer Mitgliedstaaten nicht einschränken, im öffentlichen Interesse tätig zu werden."

Die EU verhandelt bereits seit zwei Jahren mit den USA über TTIP. Wann die Diskussionen abgeschlossen werden können, ist unklar. Die EU-Regierungen wie die Wirtschaft halten das Freihandelsabkommen für eine große Chance für mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Handelshemmnisse sollen wegfallen. Dabei geht es weniger um Zölle als um Produktionsnormen und Qualitätsstandards, etwa für Lebensmittel. Die Befürworter argumentieren, mit TTIP würden die in Europa geltenden hohen Standards bewahrt.

dpa

Bosch ist vor dem kanadischen Konzern Magna International weiter der weltgrößte Autozulieferer. Das berichtet die Branchenzeitung "Automobilwoche" in ihrer neuen Ausgabe auf der Grundlage eigener Berechnungen.

11.07.2015

Mit Bettensteuern sichern sich Kommunen wachsende Einnahmen aus dem boomenden Deutschland-Tourismus. Allein die beiden größten Städte Berlin und Hamburg nahmen im vergangenen Jahr zusammen 40 Millionen Euro damit ein, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

11.07.2015

Die Vorsitzende der US-Notenbank, Janet Yellen, erwartet eine Leitzinserhöhung noch in diesem Jahr. Später im laufenden Jahr dürfte es "angemessen sein", den Leitzins anzuheben und mit einer Normalisierung der Geldpolitik zu beginnen, sagte Yellen in Cleveland.

10.07.2015