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BER-Klage: Haben die Händler eine Chance?

Entgangene Millionen-Einnahmen BER-Klage: Haben die Händler eine Chance?

Dreieinhalb Jahre nach der verschobenen Flughafen-Eröffnung rollt auf den BER eine Klagewelle zu. Mehrere Händler fordern offenbar Schadenersatz. Sie hatten viel investiert, doch das große Geschäft am Flughafen lässt bis heute auf sich warten. Doch schon einmal wollte ein Unternehmen aus der BER-Pleite Kapital schlagen – und scheiterte.

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Herbststimmung am BER.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Sie hatten auf das große Geschäft gehofft, viel investiert und blieben am Ende auf ihren Investitionen vorerst sitzen. Jetzt aber wollen mehrere Händler, die am neuen Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) Ladenflächen ausgebaut haben, wegen der entgangenen Einnahmen klagen. Auf die Flughafengesellschaft rolle eine Klagewelle mit Forderungen in Millionenhöhe zu, berichtet die „Berliner Morgenpost“. Drei Händler hätten bereits Klage auf Schadenersatz eingereicht, drei weitere Gewerbetreibende wollten ihre Klagen noch im Dezember auf den Weg bringen, heißt es.

Fristen sind knapp

Denn die Zeit wird – dreieinhalb Jahre nach der verschobenen Eröffnung – knapp: „Wer nicht bis zum 31. Dezember klagt, verliert unwiederbringlich seine Ansprüche“, zitiert das Blatt den Karlsruher Anwalt Oliver Klein. Für viele der rund 80 Mieter laufe bald die Frist für zivilrechtliche Ansprüche aus.

Es geht vor allem um die Händler des sogenannten Marktplatzes im Terminal, den die Passagiere auf dem Weg zu ihrem Gate passieren. Nach der Eröffnungs-Absage war den Einzelhändlern Hilfe und Unterstützung durch die Flughafengesellschaft zugesichert worden, einige erhielten etwa zum Ausgleich Handelsflächen am Flughafen Tegel.

Air Berlin hat es bereits probiert

Allerdings dürfte die Erfahrung aus der bislang einzigen großen BER-Schadenersatzklage manchen Händler zögern lassen: Die Fluggesellschaft Air Berlin hatte vergangenes Jahr vor dem Potsdamer Landgericht fast 50 Millionen Euro für Einnahmeausfälle geltend machen wollen. Doch das Gericht bezweifelte bei der Verhandlung, ob die angeschlagene Fluglinie überhaupt irgendwelche Ansprüche gegen die Flughafengesellschaft hat. Schließlich akzeptierte Air Berlin einen Vergleich und erhielt als Wiedergutmachung weniger als zwei Millionen Euro.

Bahn bereitet Klage vor

Auch die Deutsche Bahn beklagt Millionenkosten durch den abgesagten Flughafen-Start. Ihr entgehen nicht nur Trassenentgelte. Sie muss regelmäßig leere Züge durch den unterirdischen Bahnhof fahren lassen, damit sich kein Schimmel bildet. Anfang November hatte es geheißen, das Unternehmen bereite deswegen eine Klage gegen vor. Die Bahn wollte sich jedoch auf Anfrage nicht dazu äußern.

Von MAZOnline

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