Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -6 ° stark bewölkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
BGH kippt Klausel zu Kontogebühren für Geschäftskunden

Prozesse BGH kippt Klausel zu Kontogebühren für Geschäftskunden

Banken dürfen bei Girokonten von Geschäftskunden nicht grundsätzlich jede Buchung berechnen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und eine entsprechende Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau für unwirksam und nichtig erklärt.

Voriger Artikel
Ex-Deutsche-Bank-Chef Breuer verteidigt Interview zu Kirch
Nächster Artikel
Dax erholt sich etwas von jüngstem Rückschlag

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat eine Klausel zu Kontogebühren für Geschäftskunden gekippt.

Quelle: Uli Deck

Karlsruhe. Die Klausel sah ein Entgelt "pro Buchungsposten" vor. (Az.: XI ZR 434/14) Damit kann ein Versicherungsmakler für sich einen Erfolg verbuchen: Er fordert von der Sparkasse rund 77 600 Euro an Buchungsgeldern zurück, die das Institut ihm zwischen 2007 und 2011 berechnet hatte.

Der Klausel zufolge erhebe das Institut auch Gebühren für Falschbuchungen, die es zu verantworten habe, urteilte der BGH. Das widerspreche dem Gesetz. Denn eine Bank habe keinen Anspruch auf eine Gebühr, wenn sie einen Zahlungsauftrag fehlerhaft oder ohne Autorisierung ausführe.

Der Makler verwaltet etwa 25 000 Versicherungsverträge. Dabei kommt es häufig zu einer Rückbelastung von Lastschriften. Für eine solche Rücklastschrift berechnete die Sparkasse eine Bearbeitungsgebühr sowie ein sogenanntes Buchungskosten-Entgelt von 32 Cent "pro Buchungsposten".

Die Vorinstanzen hatten den Fall unterschiedlich entschieden: Das Landgericht Baden-Baden gab dem Kläger Recht, das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe wies die Klage ab. Das OLG-Urteil hob der BGH jetzt auf die Revision des Maklers hin auf und kippte die Klausel.

Erst im Januar hatte der BGH bei Privatkunden entschieden, dass Banken für fehlerhaft ausgeführte Zahlungsaufträge keine Gebühren verlangen dürfen. Die Richter erklärten die Klausel für unwirksam, die einen Pauschalpreis von 0,35 Euro "pro Buchungsposten" vorsah.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 11.596,00 +0,49%
TecDAX 1.837,50 +0,09%
EUR/USD 1,0685 -0,25%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

E.ON 7,35 +1,59%
BAYER 101,92 +1,45%
MERCK 103,37 +1,04%
LUFTHANSA 11,69 -1,31%
CONTINENTAL 187,85 -0,77%
MÜNCH. RÜCK 176,67 -0,38%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 146,28%
Crocodile Capital MF 129,90%
Stabilitas GOLD+RE AF 103,91%
Morgan Stanley Inv AF 96,04%
First State Invest AF 94,77%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Sollte es zur Kreisreform in Brandenburg einen Volksentscheid geben?