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Urlauber leiden besonders unter Bahn-Streik

Lokführer legen Arbeit nieder Urlauber leiden besonders unter Bahn-Streik

Pfingsturlauber und Pendler müssen sich in den kommenden Tagen auf Mega-Staus einstellen. Wegen des Bahnstreiks fallen rund zwei Drittel aller Züge aus. Pendler stöhnen über die Folgen des Streiks, es gibt auch Profiteure.

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Besonders am Pfingstwochenende dürfte es auf den Straßen voll werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Seit Mittwochfrüh geht auf den deutschen Bahnhöfen nicht mehr viel. Die Lokführer haben ihre Arbeit eingestellt und werden das auch bis über Pfingsten hinaus tun. Immerhin: Ein Drittel aller Züge fährt. Das hat ein Bahnsprecher am Mittwoch gesagt.

Kompakt: Was Sie zum Streik wissen müssen

Seit Mittwochfrüh streiken die Lokführer der Deutschen Bahn – wann der Ausstand endet, ist noch unklar. Die GDL will das Ende des Streik zwei Tage vorher bekanntgeben.

Rund 30 Prozent aller Züge fährt. Welche, hat die Bahn in einem Notfahrplan veröffentlicht. Ob und wann Ihr Zug fährt, lesen Sie hier: www.bahn.de/aktuell

Alles zu Notfahrplänen, Bahnalternativen und möglichen Rückerstattungen haben wir in einem Servicestück zusammengefasst.

Aktuelle Infos bei Twitter und alles andere rund um die Arbeitsniederlegungen gibt es in einem Spezial-Blog.

Weil nur noch wenige Züge fahren, weichen viele Pendler aufs Auto aus. Das hat Folgen. Staus. Bereits am Mittwochfrüh staute es sich auf den Berliner und Brandenburger Autobahnen. Viele Menschen hatten sich auf den Stau eingerichtet und sich früher und mit dem Auto zur Arbeit gefahren.

Staus rund um Berlin und Brandenburg

Weil auch über die Feiertage hinaus bei der Bahn gestreikt wird und viele Menschen in einen Kurzurlaub aufbrechen, werden besonders zu Pfingsten die Straßen voll sein. Die Prognose des ADAC ist entsprechend. Vor allem am Freitagmittag und Sonnabend (Vormittag und früher Nachmittag) müssen Autofahrer auf nahezu allen wichtigen Autobahnen mit Staus rechnen. Auch für Montag und Dienstag sagt der ADAC Verkehrsbehinderungen voraus.

Hier soll es besonders voll werden

  • A 10, Berliner Ring
  • A 11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
  • A 19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock
  • A 24 Berlin - Dreieck Wittstock/Dosse

Viele Pendler und Bahnkunden zeigen sich zwar vom erneuten Streik genervt, haben sich aber trotzdem gut darauf eingestellt. Am Bahnhof in Cottbus etwa war am frühen Mittwoch nicht viel los. Wer verreisen oder zur Arbeit muss, hat sich offenbar gut darauf eingestellt. Es ist ja inzwischen der neunte der Streik, der letzte liegt auch erst ein paar Tage zurück – da dürfte sich eine Streikroutine eingestellt haben.

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Maßlos – das ist das Wort, das die meisten Brandenburger für den Streik übrig haben. Sie kritisieren vor allem die unnachgiebige Gewerkschaft GDL.

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Fernbusse und Mietwagen besonders stark nachgefragt

Vor allem Mietwagenfirmen und die Fernbus-Betreiber reiben sich die Hände. Sie profitieren vom erneuten Bahnstreik. Eine Sprecherin von Mein-Fernbus-Flix-Bus sagte, man habe seit Bekanntgabe des Streiks viermal soviele Buchungen wie sonst. Im Vergleich zum letzten Streik habe sich die Nachfrage sogar verdoppelt. Das hänge aber auch mit Pfingsten zusammen, sagte die Sprecherin.

Bei den Mietwagenfirmen bietet sich ein ähnliches Bild. Das Internetportal „Billiger-Mietwagen“ verzeichnet deutlich mehr Anfragen als sonst. Man könne nicht alle Anfragen bedienen, sagte ein Sprecher.

Die bisherigen Streiks

1. September 2014: 3 Stunden Warnstreik

6. September 2014: 3 Stunden

7. und 8. Oktober 2014: 9 Stunden

15. und 16.Oktober 2014: 14 Stunden

17. – 20. Oktober 2014: 50 Stunden, insgesamt 61 mit Güterverkehr

6. – 8. November 2014: 64 Stunden, insgesamt 75 mit Güterverkehr

21. bis 23. April 2015: 43 Stunden, insgesamt 66 Stunden mit Güterverkehr

4.-10. Mai 2015: 127 Stunden, insgesamt 138 mit Güterverkehr

Von MAZonline

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