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Bauern zuversichtlich für Ernte

Agrar Bauern zuversichtlich für Ernte

Die deutschen Bauern starten dank etwas besserer Geschäftsaussichten zuversichtlich in die Ernte. Die Preise an den Getreidemärkten liegen noch unter Vorjahresniveau, haben sich aber angesichts gestiegener Exportnachfrage unerwartet stabilisiert, wie der Bauernverband am Dienstag mitteilte.

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Nun dröhnen die Mähdrescher wieder auf den Feldern. Und die Landwirte sind nicht mehr so pessimistisch wie noch vor kurzem zu befürchten.

Quelle: Ralf Hirschberger Foto: Ralf Hirschberger

Berlin. Bei der Menge werden "leicht überdurchschnittliche Getreideerträge" von bis zu 48 Millionen Tonnen erwartet, das wäre knapp eine Million Tonnen weniger als im Vorjahr. Bei Raps sollen erneut fünf Millionen Tonnen geerntet werden. Für Obst und Gemüse ist es in manchen Gegenden zu kühl und zu nass.

Für Getreide und Raps waren die Bedingungen in den vergangenen Monaten zweigeteilt, wie der Verband erläuterte. So war es im Osten und für manche sandige Böden in Schleswig-Holstein im Frühjahr zu trocken. Im Westen der Republik fiel dagegen vielerorts so viel Regen, dass die Traktoren nicht mehr auf die Felder fahren konnten. Teils richteten Überschwemmungen und Hagel sogar Totalverluste an. Die in Deutschland erwartete Erntemenge beim Getreide liegt laut Verband aber etwa im Bereich des fünfjährigen Mittels von 47,2 Millionen Tonnen.

Bauernpräsident Joachim Rukwied sagte: "Die wirtschaftliche Situation der Ackerbaubetriebe ist wegen der niedrigen Preise für Getreide und Raps angespannt." Das Tief des Frühjahres ist nach Einschätzung des Verbands aber durchschritten, auch wenn die Preise für Brotweizen kürzlich mit durchschnittlich 140 Euro pro Tonne noch etwa 20 Euro unter dem Vorjahresniveau lagen. In den vergangenen Wochen hätten sich die Preise jedoch stabilisiert. Stützend habe sich vor allem deutlich gestiegene Nachfrage im Export ausgewirkt, erläuterte der Verband. Zudem wurden in Norddeutschland Getreidebestände abgebaut.

Vielen Obst- und Gemüsebauern macht derzeit noch ungünstiges Wetter zu schaffen, so dass sich die Ernte teils um zwei Wochen verzögert. Bei Erdbeeren läuft sie schon auf Hochtouren, dürfte wegen zu kühlen Wetters aber mit 150 000 Tonnen um zehn Prozent niedriger ausfallen. Bei Kirschen fiel der Saisonstart vor allem im Süden ins Wasser. Bei Salat, Blumenkohl und Brokkoli ist es verbreitet zu nass zum Ernten. Die Preise liegen seit Mitte Juni wieder unter dem Vorjahresniveau.

dpa

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