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Baugewerbe beklagt schlechtes Investitionsklima

Konjunktur Baugewerbe beklagt schlechtes Investitionsklima

Die Baubranche wächst, aber nicht so schnell wie erhofft: Der Bauindustrieverband und die Fachgemeinschaft Bau in Berlin-Brandenburg haben ihre Prognose für das Jahr 2016 vorgelegt. Dank öffentlicher Aufträge steigen die Umsätze. Die Privatwirtschaft jedoch hält sich mit Investitionen in Neubauprojekte zurück.

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Wohnungen in Ballungsräumen: Der Staat baut, die freie Wirtschaft zögert.

Quelle: dpa

Berlin. In Brandenburg droht aus Sicht der Bauwirtschaft ein Investitionsstau im Wohnungsbau und bei der Sanierung der teils maroden Infrastruktur. Hintergrund sind die erhöhte Grunderwerbssteuer, gedeckelte Mieten und ausbleibende Straßeninstandhaltung, wie die Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes und der Fachgemeinschaft Bau in Berlin-Brandenburg, Axel Wunschel und Reinhold Dellmann, am Dienstag bei der Vorstellung der Umsatzprognose für das Jahr 2016 sagten.

Die öffentliche Hand versäume es, ein positives Klima auch für private Investitionen in Neubauprojekte zu schaffen. Während die Länder Berlin und Brandenburg mehr Geld für Wohnungsbau ausgeben, hält sich die Privatwirtschaft zurück. Deren Umsätze stagnieren in Brandenburg, in Berlin sind sie rückläufig.

Das Baugewerbe allgemein profitiert zwar von der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg sollen im kommenden Jahr 6,87 Milliarden Euro erwirtschaften, 2,2 Prozent mehr als 2015. Aber Bauindustrie-Chef Wunschel sprach angesichts steigender Preise und der im Frühjahr zu erwartenden Lohnrunde von zu geringem Wachstum. „Man könnte denken, alles ist schön. Nein, das ist es leider nicht.“

Selbst in Berlin schrumpften die Margen für private Investoren, obwohl die Nachfrage nach Wohnraum groß sei. Dellmann führt das auf steigende Grundstückspreise und erhöhte Baustandards zurück. Wer den Bedarf innerständtischen Wohnraums befriedigen wolle, müsse enger und höher Bauen, forderte er.

Für Brandenburg sieht die Branche den Flüchtlingszustrom als Chance, Versäumnisse nachzuholen. So müsse das Land auch fernab des Speckgürtels in sozialen Wohnungsbau investieren.

Die mehrmals verschobene Eröffnung des Großflughafens BER hat die Erwartungen im Baugewerbe gedämpft. Dass viele Unternehmen derzeit abwartend agierten, bezeichnete Wunschel als Fehler. „Ich gehe davon aus, dass der BER 2017 eröffnen wird.“

Die Branche erneuerte ihre Kritik an der rot-roten Landesregierung, wonach zu wenig Geld in den Erhalt der Landesstraßen gesteckt werde. Das Verkehrsministerium stellt in dieser Legislatur 100 Millionen Euro dafür bereit. Um den Verfall zu stoppen, seien jedoch 80 Millionen Euro pro Jahr nötig, sagte Dellmann.

Von Bastian Pauly

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