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Bei Vapiano klingelt die Kasse

Gastgewerbe Bei Vapiano klingelt die Kasse

Die Systemgastronomiekette Vapiano hat nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2015 das beste Ergebnis seit der Gründung vor 13 Jahren erreicht. Weltweit sei der Gewinn der Kette mit Pasta, Pizza und Salat um 35 Prozent, der Umsatz um knapp ein Zehntel gestiegen, sagte der Vapiano-Mitgesellschafter Gregor Gerlach der Deutschen Presse-Agentur, ohne absolute Zahlen zu nennen.

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Jochen Halfmann (r), künftiger Vorstandsvorsitzender von Vapiano, und Gregor Gerlach, scheidender Vorstandsvorsitzender, vor der Zentrale in Bonn.

Quelle: Rolf Vennenbernd

Bonn. n. 2014 lag der Umsatz bei 386 Millionen Euro, davon 175 Millionen Euro in Deutschland.

Das starke Wachstum geht zum Teil auch auf Neueröffnungen von Häusern zurück. In Deutschland hat der Umsatz im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut Unternehmen um etwa 15 Prozent zugelegt.

Eine Sprecherin der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) nannte den Arbeitsdruck und die Fluktuation im Unternehmen "sehr hoch". Nach Medienberichten über Manipulationen von Stundenabrechnungen zuungunsten von Beschäftigten hat Gerlach zugesichert, die Vorwürfe streng prüfen zu lassen. Vapiano hat dazu die externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC eingeschaltet. Außerdem werde viel Geld in Mitarbeiterschulungen gesteckt, sagte Gerlach. Im Unternehmen haben bisher nur einige Filialen Betriebsräte, etwa Bochum. Der Anteil befristeter Stellen liegt dem Unternehmen zufolge bei etwa 35 Prozent.

Vapiano beschäftigt im Inland rund 6000 Menschen in 66 Restaurants, davon 27 eigene Betriebe und der Rest in Joint Ventures oder Franchise-Häusern. Die Kette wächst schnell. Für 2015 waren in Deutschland insgesamt 10 neue Häuser geplant, sechs davon sind bereits eröffnet. Auch im Ausland ist das Wachstumstempo hoch - etwa in Großbritannien. "Erste Gehversuche" gibt es nach Gerlachs Worten auch in China mit einer Filiale in Schanghai.

Die Kette passt sich nach den Worten des künftigen Vorstandschefs Jochen Halfmann ständig dem wechselnden Kundengeschmack an. So würden Salatstationen in neuen Häusern vergrößert, weil immer mehr Kunden Salate orderten. Außerdem werden Pizza-Lieferdienste ausprobiert.

dpa

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