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Bericht: Abschaffung des 500-Euro-Scheins könnte Millionen kosten

EZB Bericht: Abschaffung des 500-Euro-Scheins könnte Millionen kosten

Ein möglicher Abschied vom 500-Euro-Schein könnte einem Bericht zufolge teuer werden. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" würde eine Abschaffung der größten Euro-Banknote im günstigsten Fall weit mehr als 500 Millionen Euro kosten.

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Wenn die größte der insgesamt sieben Euro-Banknoten nicht mehr zur Verfügung stünde, müssten die bislang kursierenden 600 Millionen 500er in kleinere Noten umgetauscht werden.

Quelle: Patrick Seeger

Frankfurt/Main. n. Das zeigten Schätzungen der Fachleute der nationalen Notenbanken und der Europäischen Zentralbank (EZB), die derzeit Einzelheiten einer möglichen Abschaffung des 500er berieten. Die EZB erklärte am Freitag auf Anfrage, die möglichen Kosten könnten erst geschätzt werden, wenn über alle Details entschieden sei. Bis jetzt sei noch keine Entscheidung gefallen.

Dem Bericht zufolge geht es vor allem um den Druck alternativer Scheine. Wenn die größte der insgesamt sieben Euro-Banknoten nicht mehr zur Verfügung stünde, müssten die bislang kursierenden 600 Millionen 500er in kleinere Noten umgetauscht werden. Dafür müssten mehrere Milliarden neue Scheine in recht kurzer Zeit gedruckt werden. Dafür würden im günstigsten Fall mehr als 500 Millionen Euro einkalkuliert. Hinzu kämen Kosten für die Logistik des Umtausches.

Die Kosten müssten die einzelnen nationalen Notenbanken tragen, die Banknoten im Auftrag der EZB drucken. Auf die Deutsche Bundesbank käme etwa ein Viertel zu.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte jüngst darauf hingewiesen, dass der 500er für kriminelle Zwecke genutzt werde: "Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten." Bundesbank-Präsident Jens Weidmann bezweifelte zuletzt aber, ob mit einer Abschaffung kriminelle Machenschaften eingedämmt werden können.

Über die Zukunft des 500ers muss im EZB-Rat entschieden werden. Im obersten Entscheidungsgremium der EZB sitzen die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums sowie die Chefs der 19 nationalen Notenbanken der Eurozone.

dpa

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