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Billiges Öl lässt Verbraucherpreise im Euroraum wieder fallen

EU Billiges Öl lässt Verbraucherpreise im Euroraum wieder fallen

Viele Verbraucher freuen sich weiter über die niedrigen Ölpreise. Doch Europas Währungshüter sind alles andere als begeistert. Der Druck auf EZB-Chef Draghi steigt.

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Energie war im Februar 8 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.

Quelle: Bernd Weißbrod

Luxemburg. Die Verbraucherpreise sind im Euroraum erstmals seit einem halben Jahr wieder gefallen. Grund dafür war vor allem der deutliche Ölpreisrückgang.

Die jährliche Inflationsrate ging im Februar auf minus 0,2 Prozent zurück, teilte das Statistikamt Eurostat in einer ersten Schätzung mit. Das waren 0,5 Punkte weniger als noch im Januar.

Energie war im Februar 8,0 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Im Januar waren die Energiepreise um 5,4 Prozent gefallen, im Dezember 2015 um 5,8 Prozent. Die Euro-Inflationsrate hatte zuletzt im vergangenen September im Minusbereich gelegen. Seitdem gab es positive Werte.

Der Verbraucherpreis-Rückgang im Februar fiel stärker aus als von vielen Experten erwartet. "Der niedrige Ölpreis lässt der Inflation keinen Raum zum Atmen", bilanzierte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der Frankfurter KfW-Bankengruppe.

Das fallende Preisniveau verstärkt den Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit entfernt von der Nullmarke oder gar von den aktuellen Negativwerten. Der EZB-Rat trifft sich wieder in der nächsten Woche, um über die Lage zu beraten.

EZB-Chef Mario Draghi und die Chef-Währungshüter hatten die Geldpolitik bereits erheblich gelockert. Ökonomen befürchten, dass dauerhaft niedrige Preise die Konjunktur lähmen: Verbraucher und Unternehmen könnten Investitionen immer länger aufschieben, wenn sie weiter sinkende Preise erwarten.

Laut Konjunkturprognosen dürfte die Teuerungsrate auf Dauer wieder ansteigen. Die EU-Kommission rechnet für das Gesamtjahr 2016 in der Eurozone mit einem Wert von 0,5 Prozent. Für das kommende Jahr werden in Brüssel dann 1,5 Prozent veranschlagt.

dpa

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