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Wirtschaft Billigtickets verhelfen Deutscher Bahn zu Fahrgast-Rekord
Nachrichten Wirtschaft Billigtickets verhelfen Deutscher Bahn zu Fahrgast-Rekord
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15:29 11.03.2016
Der erste planmäßige ICE des Tages fährt am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main ein. Die Bahn hat 2015 im Fernverkehr einen Fahrgast-Rekord erzielt. Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv
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Berlin

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr im Fernverkehr einen Fahrgast-Rekord aufgestellt. Reisende unternahmen rund 132 Millionen Fahrten mit dem ICE oder Intercity.

Das waren 2,9 Millionen oder 2,3 Prozent mehr als 2014, wie der "Spiegel" berichtete. Die Angaben wurden der Deutschen Presse-Agentur am Freitag aus dem Umfeld des Aufsichtsrats bestätigt. Am kommenden Mittwoch legt Bahn-Chef Rüdiger Grube in Berlin die Jahresbilanz für 2015 vor.

Der Gewinn von so vielen Kunden sei mit besserem Service und dem Verkauf von mehr Billigtickets zu erklären. Dadurch sei allerdings der Umsatz der Fernverkehrs-Sparte um zwei Prozent auf unter vier Milliarden Euro gesunken. Im vorigen Jahr hatte die Bahn nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Tickets zu je 19 Euro verkauft.

Zurzeit läuft wieder eine Rabattaktion. Das Unternehmen reagiert damit auf den niedrigen Spritpreis, der Fahrten mit dem Privatauto begünstigt, und auf die weiterhin wachsende Fernbus-Konkurrenz.

Im bislang besten Jahr 2012 waren Fahrgäste 131,3 Millionen Mal in Fernzügen unterwegs. Die Zahl sank 2013 auf 130,9 Millionen und 2014 auf 129,0 Millionen. Gründe dafür waren auch Zugausfälle und längere Fahrzeiten als Folge des Elbe-Hochwasser und von Lokführerstreiks.

Wie bereits im Dezember bekannt geworden war, rutschte die Deutsche Bahn 2015 trotz eines Rekordumsatzes von 40,6 Milliarden Euro in die roten Zahlen. Laut dem "Spiegel"-Bericht liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei minus 150 Millionen Euro. Das deckt sich mit früheren Angaben aus Aufsichtsratskreisen. Demnach wurde im laufenden Geschäft ein Plus von 1,75 Milliarden Euro erzielt. Davon abzuziehen seien aber 700 Millionen Euro für Umbaukosten und weitere 1,3 Milliarden Euro für Abschreibungen im Güterverkehr.

dpa

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