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Binnenkonjunktur bleibt robust

Konjunktur Binnenkonjunktur bleibt robust

Gebremst vom schwächelnden Welthandel ist die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn nur noch verhalten gewachsen. Nach dem starken Jahresende 2014 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März gegenüber dem Vorquartal nur noch um 0,3 Prozent.

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Fertigung im Mercedes-Benz-Werk in Sindelfingen: Der deutsche Konjunkturmotor ist zum Jahresauftakt etwas ins Stottern geraten.

Quelle: Bernd Weißbrod/Archiv

Wiesbaden. t. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit und bestätigte damit seine ersten Berechnungen.

Damit hat die Konjunktur deutlich an Fahrt verloren, obwohl die privaten Haushalte und der Staat mehr konsumierten und Unternehmen mehr investierten. Ende 2014 war die deutsche Wirtschaftsleistung verglichen mit dem vorangegangenen Vierteljahr noch um 0,7 Prozent gestiegen.

Dabei bleibt die Binnenkonjunktur äußerst robust. Gestützt von der positiven Beschäftigungsentwicklung, steigenden Reallöhnen und niedrigen Zinsen steigerten die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben um 0,6 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben waren um 0,7 Prozent höher als im Vorquartal.

Zudem steigerten die Unternehmen ihre Investitionen: Sowohl in Ausrüstungen (+ 1,5 Prozent) als auch in Bauten (+ 1,7 Prozent) wurde deutlich mehr investiert als im vierten Quartal 2014, wie die Statistiker mitteilten. "Damit war die unterliegende Konjunkturdynamik im ersten Quartal deutlich besser als die nur moderate BIP-Wachstumsrate signalisiert", kommentierte Ökonom Stefan Kipar von der BayernLB.

Negativ wirkte sich der Vorratsabbau auf das Wachstum aus. Das muss aber kein schlechtes Signal sein, betonte Chef-Ökonom Carsten Brzeski von der ING-DiBa: "Die Tatsache, dass Vorräte abgebaut wurden, ist tatsächlich sogar ein gutes Zeichen für die kommenden Quartale."

Zwar ist auch die Nachfrage aus dem Ausland nach den vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorquartal gestiegen, aber mit plus 0,8 Prozent vergleichsweise nur geringfügig. Allerdings kletterten die Importe im selben Zeitraum fast doppelt so stark um 1,5 Prozent. Dadurch dämpfte der Außenbeitrag - also die Differenz aus Exporten und Importen - das Wirtschaftswachstum rechnerisch um 0,2 Prozentpunkte. "Das deutet darauf hin, dass die Wachstumsschwäche in China und anderen Schwellenländern sowie die wetterbedingte Wachstumspause in den USA Deutschlands traditionellen Wachstumsmotor zumindest vorrübergehend gestoppt haben", analysierte Ökonom Christian Schulz vom Bankhaus Berenberg.

Kipar will dies jedoch nicht als Exportschwäche verstanden wissen. Der negative Außenbeitrag gehe vielmehr auf eine stärkere Dynamik bei den Importen zurück, die von der hohen Binnennachfrage ausgelöst wird: "Er ist somit eher Ausdruck einer Konjunkturstärke als einer Schwäche."

dpa

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