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Wirtschaft Bombardier bekommt Hilfe aus Kanada
Nachrichten Wirtschaft Bombardier bekommt Hilfe aus Kanada
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17:42 19.11.2015
Bombardier baut Züge in Hennigsdorf (Oberhavel). Quelle: dpa
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Berlin

Der kriselnde Flugzeug- und Zughersteller Bombardier aus Kanada bekommt ein zweites Mal Hilfe vom Staat. Nachdem das Unternehmen im Oktober die Provinz Québec als Teilhaber des neuen Mittelstreckenjet-Programms gewonnen hatte, sagte jetzt der Pensionsfonds der Provinz seinen Einstieg bei der in Berlin ansässigen Zugsparte Bombardier Transportation zu. CDPQ (Caisse de dépôt et placement du Québec) wolle für 1,5 Milliarden US-Dollar (1,4 Mrd Euro) einen Anteil von 30 Prozent an der Tochter übernehmen, teilten beide Seiten am Donnerstag mit.

Der zuvor anvisierte Börsengang der Zugsparte ist damit erst einmal vom Tisch. Der Pensionsfonds soll aber das Recht bekommen, nach fünf Jahren selbst einen Gang aufs Parkett anzustoßen. Nach gründlicher Prüfung habe sich dies als die attraktivste Option herausgestellt, hieß es von Bombardier.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin wird bei dem Geschäft mit insgesamt 5 Milliarden Dollar bewertet. Das Vermögen der Bombardier Transportation wird dazu in eine eigens gegründete britische Holding überführt, von der CDPQ 30 Prozent übernimmt.

Bombardier Transportation hatte 2014 mit weltweit 39 700 Beschäftigten seinen Umsatz um 10 Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar erhöht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) war aber wegen hoher Kosten für den Abbau von Arbeitsplätzen um 15 Prozent auf 429 Millionen gesunken. Dabei spielten auch Wechselkurseffekte eine Rolle.

In Deutschland baut Bombardier in den Werken Hennigsdorf, Görlitz, Bautzen und Kassel Züge, Straßenbahnen und Lokomotiven. Québecs Pensionsfonds sichert sich mit dem Einstieg eine Mindestrendite von 9,5 Prozent. Ziel sei ein zweistelliger Profit, hieß es.

Von dpa

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