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Bosch-Mitarbeiter protestieren in Stuttgart

Belegschaft kämpft um Erhalt des Standorts Bosch-Mitarbeiter protestieren in Stuttgart

Rund 100 Mitarbeiter des Solarmodulwerks Bosch Solar Cistech in Brandenburg/Havel sind am Donnerstag nach Baden-Württemberg gereist, um vor der Zentrale des Mutterkonzerns gegen die Schließungspläne zu protestieren. Ein Gespräch des Betriebsrats mit Vertretern des Konzerns sorgte allerdings für Ernüchterung.

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Noch ist die Halle der Solarmodul-Firma in Brandenburg-Hohenstücken mit Inventar voll.

Quelle: Bosch

Potsdam/Stuttgart. Protest vor der Konzernzentrale in Stuttgart: Rund 100 Mitarbeiter des Solarmodulwerks Bosch Solar Cistech in Brandenburg/Havel haben am Donnerstag gegen die Pläne des Konzern zur Schließung des Betriebs demonstriert. Der Betriebsrat präsentierte bei einem Treffen mit dem zuständigen Geschäftsführer des Konzerns am Nachmittag insgesamt sieben Vorschläge, wie mit anderen Bosch-Produkten die Arbeitsplätze am Standort gesichert werden könnten. Der Konzern habe diese „alternativen Handlungsvarianten“ allerdings abgelehnt, sagte Frank Hergert, stellvertretender Betriebsratschef, der MAZ, enttäuscht. „Wir waren für alle Varianten offen: mit oder ohne Photovoltaik, mit oder ohne Bosch.“

Trotz der Absagen habe er weiter die Hoffnung, dass sich Interessenten melden, die das Gebäude in Brandenburg/Havel sowie einen Großteil der Mitarbeiter übernehmen, betonte Hergert. Vorbild sei der ehemalige Bosch-Standort der Bosch Solar Energy im thüringischen Arnstadt. Dort konnten 2014 etwa 1000 der 1800 Arbeitsplätze erhalten werden.

Bosch hatte im Oktober vorigen Jahres unmissverständlich verkündet, dass er seinen auf Dünnschicht-Solarmodule spezialisierten Entwicklungsstandort mit rund 180 Beschäftigten aufgeben wolle. Bosch begründete die Schließungsabsicht damit, das Werk nicht wirtschaftlich weiter betreiben zu können. Es sei kein Investor gefunden worden, der die Firma im Sinne des Konzerns als Solar-Standort weiterführt.

Betriebsrat Hergert sagte, es könne nicht im öffentlichen Interesse sein, dass Bosch eine Investitionsruine im Osten Deutschlands hinterlässt, ohne den Mitarbeitern alternative Beschäftigungsmöglichkeiten am Standort anzubieten. Bosch habe zumindest zugesagt, sich im Fall der Schließung zur sozialen Verantwortung für die Mitarbeiter zu stellen. „Dieser Begriff ist allerdings dehnbar.“ Was das genau bedeutet, blieb offen. Hergert hofft, dass sich auch das Land Brandenburg aktiv an der Suche nach Interessenten beteiligt. Am Standort in Brandenburg an der Havel werden spezielle Photovoltaik-Module zur Gebäudeintegration in hochwertiger Optik entwickelt. Zuletzt erfolgte eine Spezialisierung auf Solar-Fassaden („eFacade“).

An dem Gespräch in Stuttgart nahmen laut Hergert auch der Konzern-Betriebsrat sowie der Geschäftsführer der Firma in Brandenburg/Havel teil.

Von Igor Göldner

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