Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Branche: Fairer Handel hat noch Luft nach oben

Handel Branche: Fairer Handel hat noch Luft nach oben

Für "fair gehandelte" Produkte haben Kunden in Deutschland im vergangenen Jahr abermals deutlich mehr Geld ausgegeben. Für gut eine Milliarde Euro kauften sie Waren, deren Anbieter besonderen Wert auf gerechte Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern legen.

Voriger Artikel
Die meisten Deutschen gehen gern zur Arbeit
Nächster Artikel
Smart Watch gibt’s jetzt „auf Rezept“

Gemessen an den Gesamtausgaben der Bundesbürger für Lebensmittel bleiben Fairtrade-Angebote ein Nischensegment.

Quelle: Wolfram Kastl/Archiv

Berlin. n. Das waren 31 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Forum Fairer Handel mitteilte.

Getrieben wird das Wachstum vor allem durch Angebote der Supermärkte und Discounter. Der Umsatz von Weltläden und Aktionsgruppen wuchs nur um fünf Prozent auf 72,5 Millionen Euro. Waren mit dem "Fairtrade"-Siegel, die die großen Handelsketten zunehmend in die Regale nehmen, liegen dagegen schon bei 797 Millionen Euro (plus 22 Prozent).

Gemessen an den Gesamtausgaben der Bundesbürger, die Marktforscher für 2014 allein bei Lebensmitteln auf 250 Milliarden Euro beziffern, bleiben Fairtrade-Angebote aber ein Nischensegment. "Mit 13 Euro Pro-Kopf-Ausgaben für fair gehandelte Produkte hängt Deutschland der Schweiz und Großbritannien noch deutlich hinterher", sagte der Geschäftsführer des Branchenvereins, Manuel Blendin.

Für die Summe sind momentan etwa zwei Pfund fair gehandelten Kaffees erhältlich - dieser ist mit 38 Prozent vom Umsatz weiterhin die wichtigste Produktkategorie. Auch Waren wie Kunsthandwerk und Blumen tragen entsprechende Siegel. Die Schweizer geben 57 Euro pro Kopf für fair gehandelte Produkte aus, Briten 33 Euro, Franzosen dagegen nur 8 Euro und Spanier 1 Euro.

Nicht nur beim Umsatz gebe es Luft nach oben, hob das Forum hervor. Die Bundesregierung müsse menschenrechtliche, soziale und ökologische Regeln für deutsche Unternehmen festlegen. Bislang sei es kaum möglich, Unternehmen für Menschenrechtsverstöße oder Umweltschäden im Ausland zur Rechenschaft zu ziehen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?