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Wirtschaft Brand stoppt Wiesenhof-Produktion: Jobs in Gefahr
Nachrichten Wirtschaft Brand stoppt Wiesenhof-Produktion: Jobs in Gefahr
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15:28 30.03.2016
Blick aus der Luft auf ausgebrannte Produktionshallen des Geflügelproduzenten Wiesenhof in Lohne. Ein Großfeuer hatte nicht nur Millionenschaden verursacht, sondern bedroht auch die Jobs zahlreicher Angestellter. Quelle: Friso Gentsch
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Lohne/Oldenburg

Die Produktion beim Geflügelproduzenten Wiesenhof in niedersächsischen Lohne steht nach dem Großbrand still - auf unbestimmte Zeit. Nun sorgen sich das Wirtschaftsministerium und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) um die Arbeitsplätze im Betrieb.

Ein Großteil der Beschäftigten sei bis auf weiteres zu Hause und bekomme den Lohn vorerst weiter, sagte eine Wiesenhof-Sprecherin. Doch ein Teil der Belegschaft werde nicht weiterbeschäftigt werden können.

Wie viele Mitarbeiter möglicherweise ihren Job verlieren, ist noch offen. "Wir können hierzu überhaupt noch keine verbindlichen Aussagen treffen", sagte die Wiesenhof-Sprecherin. Das Unternehmen gibt die Zahl der Beschäftigten in dem abgebrannten Betrieb mit zuletzt 1200 an, im Geschäftsbericht war sogar von 1600 Mitarbeitern die Rede.

Der Sprecherin zufolge hat der Brand einen großen Teil der Schlachterei erfasst, in der täglich bis zu 370 000 Hähnchen geschlachtet wurden. "Wir haben derzeit leider keine Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen", sagte sie. Einige Beschäftigte seien aber in der Verwaltung und für Reinigungsarbeiten im Betrieb tätig.

Die letzten Feuerwehrleute haben den Brandort inzwischen verlassen. Brandermittler, Gutachter und Sachverständige von Versicherungen haben heute die niedergebrannten Produktionshallen besichtigt. Man erwarte keine schnellen Ergebnisse, sagte die Polizeisprecherin.

Die schlachtreifen Tiere werden nach Angaben von Wiesenhof statt in Lohne nun auf Schlachtereien der PHW-Gruppe und andere Unternehmen verteilt. "Die Landwirte müssen keine Sorge haben, dass ihnen die Tiere nicht abgenommen werden", sagte die Wiesenhof-Sprecherin. Unter anderem helfen Betriebe in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aus.

dpa

Die Deutsche Bundesbank befürchtet, dass Finanzinstitute die Belastungen durch die Niedrigzinsen an Privatkunden weitergeben werden. "Wir sehen, dass viele Institute ihre Gebühren bereits erhöht haben oder über solche Erhöhungen nachdenken", sagte der für Banken- und Finanzaufsicht zuständige Vorstand Andreas Dombret "Spiegel-Online".

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