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Brandenburgs Wald geht’s besser als erwartet

Trotz Hitze und Trockenheit Brandenburgs Wald geht’s besser als erwartet

Für die Wälder zwischen Elbe und Oder zieht Brandenburgs Forstminister eine positive Bilanz. Nur ein Baum macht weiterhin große Sorgen. Bei den Böden sieht es dagegen weniger gut aus. Der NABU nannte den Zustand sogar besorgniserregend.

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Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Wäldern geht es besser als erwartet: Trotz zu hoher Temperaturen im Winter, Trockenheit im Frühjahr und Hitzewellen im Sommer 2015 seien die Wälder vital, heißt es im neuen Waldzustandsbericht, der am Montag in Potsdam vorgestellt wurde. Demnach weisen neun Prozent aller Baumarten deutliche Schäden auf, 2014 waren es zehn Prozent. Wie bereits im Vorjahr wurden bei acht Prozent der Kiefern und 19 Prozent der Eichen größere Schäden festgestellt. Bei den Buchen sind es drei Prozent, 2014 waren es noch sechs Prozent.

Damit seien auf mehr als 90 Prozent der Waldflächen keine deutlichen Schäden zu verzeichnen, heißt es weiter in dem jährlichen Bericht. 1991 war dies nur bei 67 Prozent der Waldflächen der Fall. Der Anteil der Bäume in der sogenannten Schadstufe 1 oder Warnstufe ist jedoch in den vergangenen Jahren auf inzwischen 50 Prozent angestiegen. Der Anteil der Bäume ohne Schäden ging von 69 Prozent im Jahr 2009 auf 40 Prozent im laufenden Jahr zurück.

Bei der nur alle 15 Jahre stattfindenden Bodenzustandserhebung seien kritische Entwicklungen zu verzeichnen, hieß es weiter. Gefährlich seien sie jedoch noch nicht. „Wir haben es mit einer Versauerung der Waldböden zu tun“, sagte der Leiter des Landeskompetenzzentrums Forst in Eberswalde, Michael-Egidius Luthardt. Auch Nährstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium seien in den Waldböden teils deutlich zurückgegangen, der Stickstoffgehalt zugleich deutlich gestiegen.

„Unsere Böden sind ärmer geworden“, betonte Luthardt: „Das ist der Trend.“ Bei der Holzernte müsse deshalb stärker darauf geachtet werden, dass die Bäume nicht vollständig verwertet werden und sich aus den im Wald verbleibenden Überresten neue Nährstoffe bilden können, hieß es weiter. Möglicherweise müsse künftig auch mit Kalk und Holzasche gedüngt werden.

Die märkischen Wälder leisteten einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel, betonte Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). Die insgesamt rund 1,1 Millionen Hektar großen märkischen Wälder mit ihren mehr als 800 Millionen Bäumen seien auch ein großer Kohlendioxidspeicher. Damit seien sie auch ein bedeutender Faktor für das Erreichen der am Samstagabend in Paris beschlossenen UN-Weltklimaschutzziele.

Die rund 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid, die jährlich von den brandenburgischen Braunkohlekraftwerken ausgestoßen würden, könnten jedoch durch die etwa zwei Millionen Tonnen CO2 nicht kompensiert werden, die die märkischen Wälder jedes Jahr aus der Luft filtern, betonte Reinhard Kallweit vom Landeskompetenzzentrum Forst. Der Wald allein könne das Klima nicht retten.

Brandenburg zählt zu den waldreichsten Bundesländern. Statistisch kämen in der Mark rund 4500 Quadratmeter Wald auf jeden Einwohner, sagte Vogelsänger. Rund 61 Prozent der märkischen Wälder seien in Privatbesitz, bundesweit seien es im Durchschnitt nur 48 Prozent. Die rund 100 000 märkischen Waldbesitzer würden ihr Eigentum zum Teil nicht nutzen und der Natur überlassen.

Mehr als 70 Prozent der märkischen Waldbäume sind Kiefern, weitere vier Prozent andere Nadelbäume. Die Laubbäume sind klar in der Minderheit: Gut elf Prozent der Bäume in Brandenburgs Wäldern sind Eichen, rund drei Prozent Buchen und rund neun Prozent andere Laubbäume.

Von Yvonne Jennerjahn

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