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Brandenburgs Wirtschaft fühlt sich weiterhin im Hoch

Konjunktur Brandenburgs Wirtschaft fühlt sich weiterhin im Hoch

Die aktuelle Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern belegt einen deutlichen Aufschwung bei Industrie und Handel. Der Gewinn etwa hat sich bei vielen Firmen etwa verdoppelt. Einzig eine Entwicklung bereitet den Unternehmen Sorgen.

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Handel spürt Aufschwung – auch bei der Potsdamer IHK.

Quelle: MAZ

Potsdam. Die Stimmung in der regionalen Wirtschaft in Brandenburg ist anhaltend gut. Die große Mehrheit der Firmen beurteilt ihre Geschäftslage als positiv, wie die Herbst-Konjunkturumfrage der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) in Brandenburg bei ihren Mitgliedern ergab, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Besonders gut läuft es danach im Baugewerbe und im Handel.

Im Potsdamer Kammerbezirk sind die Bauunternehmen besonders zufrieden. 58 Prozent bewerten ihre Geschäftslage als gut (Frühjahr 2016: 50). Erstmals schätzt kein Unternehmen dieser Branche die Lage als schlecht ein, bei vergangenen Umfragen waren das stets 5 bis 8 Prozent. Die Dienstleister bewerten zu 55 Prozent die Lage gut – nur drei Prozent sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden. In der Industrie geben 52 Prozent eine positive Lage an, 17 Prozent berichten hingegen von schlechteren Geschäften. Auffällig ist: Die Gewinnlage in der Industrie ist mit 41 Prozent doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Im Handel beurteilen 46 Prozent die Lage als gut, zehn Prozent der Unternehmen bewerten die Lage als schlecht.

Die Erwartungen der Unternehmen an die Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten wird bei der Potsdamer IHK, die für Westbrandenburg zuständig ist, als „nüchtern zuversichtlich“ eingeschätzt. Über zwei Drittel gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Risiken sind aus Sicht der Unternehmen der Fachkräftemangel, der sich weiter zuspitze, die hohen Arbeitskosten und – ganz besonders in Südbrandenburg – die Steuer- und Rentenpolitik. Diese Unsicherheiten seien in allen Branchen zu spüren, heißt es bei der Cottbuser IHK.

Fast ein Drittel der Unternehmen im Potsdamer Kammerbezirk an, mehr Personal einstellen zu wollen. Im Vorjahreszeitraum waren es 24 Prozent. 40 Prozent der Industriebetriebe planen laut Umfrage, mehr Mitarbeiter einzustellen. 41 Prozent sagen, sie wollten die Zahl der Mitarbeiter konstant halten. In Ostbrandenburg erwartet rund ein Fünftel der IHK-Mitgliedsbetriebe einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen – vor allem der Handel will demnach neue Mitarbeiter einstellen.

In Südbrandenburg verzeichnete die IHK im Baubereich das beste Umfrageergebnis der vergangenen zehn Jahre, wie die Kammer mitteilte. Maßgeblichen Anteil habe der Wohnungsbau. Im Straßenbau seien die Geschäfte schwächer verlaufen. Einzelhändler hätten wegen der hohen Konsumbereitschaft der Verbraucher zum Teil deutlich höhere Umsätze. Die Beschäftigungs- und Investitionsbereitschaft habe zugenommen.

Erstmals hat die Potsdamer IHK nach den wirtschaftlichen Folgen des EU-Austritts Großbritanniens, des Brexits, gefragt. Diese halten sich offensichtlich in Grenzen. Nur zehn Prozent der Firmen haben überhaupt Kontakte. 29 Prozent dieser Unternehmen rechnen mit sinkenden Exportzahlen und zu 27 Prozent mit niedrigeren Importen. IHK-Präsidentin Beate Fernengel sagte: „Im Land Brandenburg hat der Brexit keine entscheidenden Auswirkungen auf die Pläne der hiesigen Unternehmen.“ Unter den zehn wichtigsten Ausfuhrländern des Landes belegt Großbritannien den 9. Platz. Die Exportrate beträgt drei Prozent.

Geschäftsklimaindex leicht gestiegen

Der Geschäftsklima-Index (GKI) im Potsdamer IHK-Bezirk ist leicht gestiegen. Er liegt mit 127,5 Punkten über dem Wert vom Frühjahr (125,0). Allerdings erreicht er nicht den Zehn-JahresHöchstwert aus dem Vorjahr (127,9 Punkte). Der aktuelle Wert reiht sich laut IHK in die konjunkturell starken Jahre 2007 und 2011 ein. Den tiefsten Wert erreichte der GKI im Jahr 2009, da lag er bei 88,4 Punkten – eine Folge der weltweiten Finanzkrise.


Der GKI ist ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung und setzt sich aus Geschäftslage, Erwartungen, der Nachfrage sowie der Zahl der Beschäftigten zusammen. Zugrunde gelegt wird die wirtschaftliche Lage über alle Branchen verteilt.

Von Igor Göldner

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