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Chinesische Bahn interessiert an Bötzower Technik

Brandenburger Ideen sind in Asien heiß begehrt Chinesische Bahn interessiert an Bötzower Technik

Eine 40-köpfige Unternehmerdelegation aus Brandenburg buhlt in China um Aufträge. Die ersten Verträge sind unter Dach und Fach. Mit uckermärkischem Know How entsteht in der Provinz Hebei das größte Hybridkraftwerk der Welt. Und die chinesische Staatsbahn zeigt Interesse an den Erfahrungen der Bötzower Tischlerei Thiede. Sie hat schon die Berliner S-Bahn mit Holzböden ausgestattet.

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Das Vorbild des chinesischen Hybridkraftwerks steht in der Uckermark.

Quelle: Firmenfoto

Potsdam. Die chinesische Staatsbahn fährt demnächst womöglich mit Brandenburger Know How: Das Unternehmen interessiert sich für die Expertise der Traditionstischlerei Thiede aus Bötzow (Oberhavel), wie Firmenchef Olaf Thiede am Mittwoch der MAZ verriet. „Die staatliche Eisenbahn hat Interesse an unseren Produkten und Techniken bekundet“, erklärte Thiede (75). „Sie hat uns angeboten, mit uns darüber zu verhandeln.“ Am Donnerstag seien erste Gespräche angesetzt. Die Tischlerei stattete unter anderem die Berliner S-Bahn mit Holzböden aus. Sie hat dafür einen speziellen Endlosfußboden entwickelt, der kürzeste Montagezeiten erlaubt und dadurch Kosten spart.

Der Bötzower Tischler ist Teil der 40-köpfigen Unternehmerdelegation aus Brandenburg, die derzeit in China neue Partnerschaften auslotet und Geschäfte besiegelt. Etwa ein Dutzend Verträge und Abkommen konnten die Firmenvertreter bisher unter Dach und Fach bringen. Nach Auskunft von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der ebenfalls zu Gesprächen nach China gereist ist, werden die Brandenburger dort mit offenen Armen empfangen. „Die Chinesen empfangen uns mit großer Gastfreundschaft. Die Unternehmer werden von Interessenten regelrecht überrannt“, sagte Woidke der MAZ.

Unter den Vertragsabschlüssen ist der Bau eines Hybridkraftwerks mit Know How aus Wildau und der Uckermark: Die Unternehmen Encon und McPhy bauen in der Provinz Hebei ein Hybridkraftwerk – es soll das weltweit größte werden mit einer Gesamtleistung von 10 Megawatt, wenn es ausgebaut ist. Vorbild ist eine deutlich kleinere Pilotanlage in Prenzlau (Uckermark), bei dem überschüssige Windenergie in Wasserstoff umgewandelt wird, womit Energie für windarme Zeiten gespeichert oder auch als mobiler Energieträger eingesetzt werden kann. „Die Vertragsunterzeichnung in China ist für uns mehr als nur ein Auftrag“, sagte Roland Käppner, Vorstandsmitglied des in Wildau ansässigen Energieunternehmens McPhy der MAZ. „Es ist der Beginn einer Kooperationsvereinbarung. Wir wollen die Technik weiterentwickeln und weitere Kraftwerke bauen.“ Der Bau in China soll auch die Verbreitung der Technik in Deutschland und Europa beflügeln. In Deutschland wird die Technik momentan nicht gefördert. „Wir sind in Deutschland leider viel zu zögerlich und zu langsam“, sagte Käppner.

Am Mittwochmittag (Ortszeit 19 Uhr) hat Brandenburgs Ministerpräsident Woidke ein Partnerschaftsabkommen mit der nordostchinesischen Provinz Hebei abgeschlossen, das die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und politischen Beziehungen weiter stärken soll. „Die Partnerschaftsvereinbarung ist ein wichtiger Schritt für das Land Brandenburg“, sagte Woidke. „Und es wird nicht der letzte Schritt sein, im Gegenteil. Wir stehen am Anfang einer erfolgreichen gemeinsamen Strecke.“

Von Torsten Gellner

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