Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
DZ Bank steigt aus umstrittener Agrar-Spekulation aus

Finanzen DZ Bank steigt aus umstrittener Agrar-Spekulation aus

Die genossenschaftliche DZ Bank steigt aus Spekulationsgeschäften mit Getreide und anderen Agrarrohstoffen aus. Das Frankfurter Zentralinstitut von mehr als 900 Volks- und Raiffeisenbanken bestätigte am Montag entsprechende Informationen der Organisation Foodwatch.

Voriger Artikel
Euro-Krise: Munich-Re-Chef kritisiert Frankreich
Nächster Artikel
Sixt verdient im ersten Quartal weniger Geld

Nicht mehr auf den Hunger wetten. Die DZ-Bank folgt mit ihrer Tochter Union Investment anderen Instituten wie der Commerzbank oder der Dekabank der Sparkassen.

Quelle: Hendrik Schmidt

Frankfurt/Main. h.

Die Bank verabschiedet sich vom Vertrieb entsprechender Finanzprodukte, stellt die betroffenen Fonds ihrer Tochter Union Investment um und setzt sich zudem für eine schärfere Regulierung der Agrarrohstoffmärkte ein, wie aus einem Brief des DZ-Vorstandsmitglied Lars Hille an Foodwatch hervorgeht.

Der Banker spricht sich darin ausdrücklich für eine schärfere Kontrolle der Handelsvolumina und für eine Börsenpflicht der Derivate aus.

Kritiker sehen die Finanzprodukte zur künftigen Preisentwicklung der Rohstoffe (Futures) als ein Auslöser für spekulative Preisspitzen bei Lebensmitteln. Befürworter betonen hingegen die Funktion der Papiere zur Preissicherung.

Allerdings ist in den vergangenen Jahren der Derivatehandel mengenmäßig deutlich angestiegen, was auf starke Spekulationen schließen lässt.

Die DZ-Bank folgt mit ihrem Schritt anderen Instituten wie der Commerzbank, mehreren Landesbanken sowie der Dekabank der Sparkassen. In dem Geschäft sei man ohnehin "kein großer Player" gewesen, erklärte am Montag ein Sprecher der DZ-Bank.

Foodwatch- Geschäftsführer Thilo Bode kritisierte erneut die Deutsche Bank, die auf das Geschäft nicht verzichten wolle. Sie versuche, die notwendige politische Regulierung der Finanzmärkte mit allen Mitteln zu hintertreiben.

Die Deutsche Bank hat es bislang abgelehnt, auf die umstrittenen Agrar-Geschäfte zu verzichten. Es gebe kaum stichhaltige empirische Belege für die Behauptung, dass die zunehmende Bedeutung von Agrarfinanzprodukten für Preissteigerungen oder erhöhte Preisschwankungen verantwortlich sei.

Sie seien im Gegenteil nützlich, erklärte Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen im Januar. Der Hunger könne nur abgestellt werden, wenn es gelinge, Kapital

 

auf intelligente Weise in diese Bereiche zu lenken.

 

Das Bundeslandwirtschaftsministerium begrüßte die Entscheidung der DZ-Bank. "Es ist wichtig, dass ein klarer Trennstrich gezogen wird zwischen verantwortungsvollen Investitionen, die hilfreich sind im Kampf gegen den Hunger, und Transaktionen, die Preisschwankungen verstärken können", erklärte ein Sprecher in Berlin. Wer als großes Geldinstitut angesichts von fast 900 Millionen hungernden Menschen hier keinen Unterschied mache, handele verantwortungslos.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 13.102,00 +0,26%
TecDAX 2.533,00 -0,11%
EUR/USD 1,1765 -0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

E.ON 9,38 +2,01%
BAYER 106,52 +1,47%
DT. BANK 16,52 +1,36%
RWE ST 16,83 -2,46%
CONTINENTAL 222,40 -0,50%
Henkel VZ 111,70 -0,47%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 283,34%
Commodity Capital AF 228,74%
AXA World Funds Gl RF 162,88%
FPM Funds Stockpic AF 101,17%
Apus Capital Reval AF 96,32%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Begleitetes Fahren schon ab 16 statt 17 – eine gute Idee?