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18:30 29.11.2017
Immer das neuste Modell: Leasing-Verträge haben Vorteile. Quelle: Foto: dpa
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Berlin

Leasing ist für viele Autofahrer verlockend, weil sie sich so die große Einmalinvestition sparen und stattdessen monatliche Raten zahlen. Außerdem können Leasing-Kunden regelmäßig zu einem moderneren Modell wechseln – und je nach Servicepaket sind Durchsichten und Reparaturen im Preis inklusive.

40 Prozent der Neuzulassungen in Deutschland sind Leasing-Fahrzeuge. Das geht aus Zahlen des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen hervor. Vor allem für Unternehmen ist Leasing interessant, weil sie von steuerlichen Vorteilen profitieren. Mittlerweile greifen aber auch viele Privatkunden zu den Angeboten. Vor Vertragsabschluss sollten Leasing-Kunden sich aber gründlich mit den Details auseinandersetzen, raten Verbraucherschützer.

Restwert des Autos sollte vorab realistisch berechnet werden

Grundsätzlich ist Leasing mit der Miete eines Neuwagens über eine festgesetzte Zeit gleichzusetzen. Der Leasing-Kunde finanziert nicht den Kaufpreis, sondern nur den Wertverlust des Fahrzeugs. Die Laufzeit ist dabei fix – eine vorzeitige Kündigung wird teuer. Nach der vertraglich vereinbarten Leasing-Zeit wird der Wagen an das Leasing-Unternehmen zurückgegeben. Der Kunde kann sich dann aber auch entscheiden, das Auto zum festgelegten Restwert zu übernehmen.

Leasingverträge gibt es in zwei Varianten: mit Restwertfixierung und nach Kilometerabrechnung. „Bei einem Vertrag mit Restwertfixierung wird der vorher kalkulierte Restwert bei Vertragsende mit dem tatsächlichen Fahrzeugwert verrechnet“, erklärt Markus Schäpe vom ADAC. Der Leasingnehmer trägt also ein Risiko – wird der Wagen zu einem schlechteren Preis verkauft, als zu Vertragsabschluss angenommen, zahlt er die Differenz. Wenn das Auto aber pfleglich behandelt wurde, kann der Leasing-Nehmer auch daran verdienen. „Ein Mehrerlös wird dem Leasing-Kunden mit 75 Prozent ausgezahlt“, sagt Horst Fittler vom Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen. Verbraucherschützer raten deshalb, unbedingt mit realistischen Werten zu kalkulieren, damit am Ende nicht eine böse Überraschung wartet.

Mehr Kilometer können teuer werden

Die zweite Möglichkeit ist der Vertrag mit Kilometerabrechnung. Dabei wird die Leasing-Rate aus einer Gesamtkilometerlaufleistung berechnet. Problematisch wird es, wenn der Kunde am Ende mehr gefahren ist als vereinbart. Dann muss er nachzahlen – und da langen die Leasing-Unternehmen oft ordentlich zu, warnen Experten. Ist der Leasing-Kunde weniger gefahren, gibt es allerdings auch Geld zurück. Auch bei diesem Modell müssen sich Kunden aber im Klaren darüber sein, dass ihnen das Auto nicht gehört – sie dürfen es also nicht verwahrlosen lassen. „Der Leasing-Nehmer hat das Fahrzeug während der Vertragslaufzeit in ordnungsgemäßem Zustand zu halten“, sagt Fittler. Und er ist verpflichtet, einen zustandsbedingten Minderwert auszugleichen.

Ist der Autohalter Raucher oder Tierbesitzer, sollte er das vorher mit dem Leasing-Unternehmen besprechen. Denn ein Raucherauto muss besonders gereinigt und etwaige Brandflecken müssen repariert werden. „Gleiches gilt für Schäden durch Tiere im Fahrzeug“, sagt Fittler. Die Kosten dafür müsse der Kunde bei der Rückgabe des Autos übernehmen.

Unfallschäden müssen gemeldet werden

Wer etwa Änderungen am Auto vornehmen oder etwaige Unfallschäden reparieren lassen will, sollte immer das Kleingedruckte im Vertrag lesen. Bei Unfallschäden etwa habe der Kunde den Leasing-Geber unverzüglich zu benachrichtigen, sagt Schäpe. Die Reparatur gebe der Leasing-Geber dann in Auftrag und bezahle diese auch.

Bei einem Totalschaden sieht die Situation anders aus. Zwar zahlt die Versicherung in der Regel den Wiederbeschaffungswert. Die bis Vertragsende noch offenen Leasing-Raten übernimmt sie aber nicht. Die bleiben auch ohne Auto am Kunden hängen. „Das wird nur durch eine abgeschlossene Leasing-Raten-Ausfallversicherung oder Kündigungsschadenversicherung, eine sogenannte GAP-Versicherung, gedeckt“, erklärt Schäpe.

Von Diana Pfister und Anne Grüneberg/RND

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