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12:53 27.07.2015
Der ifo-Index gilt als Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft und wird monatlich aus der Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Handel und der Bauwirtschaft ermittelt. Quelle: Arne Dedert
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München

"Die vorläufige Entspannung bei der Griechenlandfrage trägt zur Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft bei", erklärte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Viele Volkswirte hatten nach zwei Rückgängen mit einem weiteren leichten Dämpfer gerechnet. Aber die Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone habe nachgelassen, Export und Binnenkonjunktur liefen weiterhin gut, und Öl sei noch billiger geworden, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. "Die deutsche Wirtschaft ist weiter im Aufschwung."

Die Industrieunternehmen bewerten ihre momentane Lage zwar etwas weniger glänzend, aber die Kapazitäten sind weiterhin überdurchschnittlich ausgelastet, und die ohnehin guten Geschäftsaussichten werden jetzt noch besser eingestuft.

Die Exporterwartungen seien nach einem sehr guten zweiten Quartal jetzt zwar etwas rückläufig, aber Bremsspuren in China spiegelten sich noch nicht in den Auftragsbüchern wider, sagte Wohlrabe. Der Maschinenbau laufe sehr gut. Die Erwartungen in der Chemie- und ölverarbeitenden Industrie gingen - vielleicht auch wegen Hoffnungen auf neue Aufträge aus dem Iran - deutlich nach oben.

Das weiterhin boomende Baugewerbe zeigt sich ebenfalls optimistischer. Billige Kredite unterstützen Firmeninvestitionen wie private Häuslebauer. Lohnerhöhungen und sichere Arbeitsplätze beflügeln auch den Konsum, die Einzelhändler machten im Juli bessere Geschäfte. Der Preiskampf trübte die Erwartungen allerdings etwas. Der Großhandel stufte Lage wie Ausblick rosiger ein.

Insgesamt stieg der Teil-Index für die aktuelle Lage im Juli deutlich von 113,1 auf 113,9 Punkte. Der Index für die Erwartungen legte nach drei Rückgängen von 102,1 auf 102,4 Punkte zu. Dabei seien die Unternehmen, die nach dem Durchbruch in der Griechenland-Krise Mitte Juli befragt wurden, optimistischer als die vorher befragten, erklärte Wohlrabe.

Der Ifo-Index gilt als Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft und wird monatlich aus der Befragung von rund 7000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Bauwirtschaft ermittelt.

dpa

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