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Deutsche machen viele Überstunden

Arbeitsmarkt Deutsche machen viele Überstunden

Zwei Stunden und 36 Minuten arbeitet ein Arbeitnehmer in Deutschland im Schnitt länger, als er eigentlich muss. Im EU-Vergleich liegt die Bundesrepublik damit laut einer Studie weit vorn. Der DGB findet, das seien zu viele Überstunden - und ein Risiko für die Gesundheit.

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Einer Studie der EU-Agentur Eurofound zufolge machen Arbeitnehmer in Deutschland so viele Überstunden wie sonst in kaum einem Land der EU.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Berlin/Nürnberg. Zwei Stunden und 36 Minuten arbeitet ein Arbeitnehmer in Deutschland im Schnitt länger, als er eigentlich muss. Im EU-Vergleich liegt die Bundesrepublik damit laut einer Studie weit vorn. Der DGB findet, das seien zu viele Überstunden - und ein Risiko für die Gesundheit. DGB-Chef Reiner Hoffmann hat zu einem raschen Abbau unbezahlter Überstunden ausgesprochen.

 Wo sie dauerhaft anfielen, müssten neue Stellen geschaffen werden, sagte Hoffmann der "Welt" (Donnerstag). Nur so sei gewährleistet, dass Beschäftigte lange arbeiten könnten und gesund blieben. Zudem kritisierte der DGB-Chef, dass Arbeitnehmer immer mehr leisten müssten.

 "Wir wissen, dass die Arbeitsbelastung in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen hat, durch Arbeitsverdichtung, Arbeit am Wochenende und dauernde Erreichbarkeit. Diese Belastung führt zu Stress und Erkrankungen", sagte Hoffmann der Zeitung.

 Einer Studie der EU-Agentur Eurofound zufolge machen Arbeitnehmer in Deutschland so viele Überstunden wie sonst in kaum einem Land der EU. Tariflich vereinbart sind demnach im Schnitt 37,7 Stunden Arbeitszeit pro Woche, 40,3 Stunden fallen tatsächlich an - das sind 2,6 Stunden zusätzlich pro Woche. Noch größer sind die Unterschiede nur in den Niederlanden mit im Schnitt drei Überstunden pro Woche und beim Spitzenreiter Großbritannien, wo dreieinhalb Stunden extra anfallen, heißt es in der Studie, über die die "Welt" zunächst berichtete.

 Was die insgesamt geleistete Arbeitszeit angeht, liegt Deutschland mit 40,3 Wochenstunden hinter Portugal (40,4), Luxemburg und Großbritannien (40,9) sowie Spitzenreiter Rumänien (41,0). Am wenigsten Zeit verbringen die Menschen in Finnland und Frankreich bei der Arbeit, in beiden Ländern sind es im Schnitt 37,3 Stunden pro Woche. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2014.

 Nach Erkenntnissen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leisten deutsche Arbeitnehmer inzwischen deutlich weniger unbezahlte Überstunden als im vorangegangenen Jahrzehnt. Noch im Jahr 2008 hatten die Nürnberger Arbeitsmarktforscher 1,2 Milliarden unbezahlte Überstunden registriert. In diesem Jahr dürften es rund 1,109 Milliarden Stunden sein.

 Nach einer IAB-Studie vom Frühjahr hatte jeder Beschäftigte im Schnitt 28,7 Überstunden ohne finanziellen Ausgleich gearbeitet. 2008 waren es noch 33,5 Stunden. Die Zahl der bezahlten Überstunden dürfte nach einer IAB-Prognose dagegen in diesem Jahr nur bei 817 Millionen liegen.

dpa

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