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Die ersten neun Monate sind für die deutsche Autoindustrie gut gelaufen. Das könnte sich nach dem VW-Abgas-Skandal ändern. Für eine Beurteilung taugen die jüngsten Zulassungszahlen nicht.

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Der VW-Abgas-Skandal dürfte sich noch nicht auf die Zulassungszahlen ausgewirkt haben, weil Käufer ihre Neuwagen in der Regel Wochen oder Monate zuvor bestellen.

Quelle: Tobias Hase

Flensburg/Berlin. Die deutschen Kunden haben den Autoverkauf im September weiter angekurbelt. Die Zahl der Neuzulassungen stieg hierzulande im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent auf 272 479 Fahrzeuge.

Dies teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag in Flensburg mit. Von Januar bis September waren es 2,41 Millionen Personenwagen, das sind 5,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der VW-Abgas-Skandal dürfte sich noch nicht auf die Zulassungszahlen ausgewirkt haben, weil Käufer ihre Neuwagen in der Regel Wochen oder Monate zuvor bestellen. Diesel-Pkw verbuchten im September sogar ein überdurchschnittliches Plus von 8 Prozent, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) feststellte.

Stark entwickelte sich der Export, der sich laut VDA um 7 Prozent auf 417 800 Fahrzeuge erhöhte. Die Produktion lag bei 539 800 Personenwagen, ein Zuwachs um 3 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Inland stieg im September um 13 Prozent. "Der deutsche Pkw-Markt ist weiter gut unterwegs", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Die Marke VW legte nach den KBA-Zahlen im September um 3,8 Prozent zu. Sie behauptete damit klar den größten Marktanteil von 20,9 Prozent. Auch die VW-Töchter Audi (plus 2,2 Prozent) und Seat (plus 7,5 Prozent) brachten mehr Autos auf die Straße. Porsche machte einen Sprung um 33,5 Prozent auf 2150 verkaufte Sportwagen im September.

Unter den absatzstarken Marken schnitt Ford (plus 9,6 Prozent) am besten ab, Mercedes (plus 0,7 Prozent) und Opel (plus 2,9 Prozent) schwächer. Unter den ausländischen Herstellern hatte Skoda mit 6,1 Prozent den größten Neuzulassungsanteil.

In den USA hatte Volkswagen im September trotz der Diesel-Affäre ein Verkaufsplus von 0,6 Prozent auf 26 141 Autos erzielt. Allerdings wurde dort erst Mitte des Monats ein Verkaufsstopp für die betroffenen Diesel-Modelle verhängt.

dpa

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