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Wirtschaft Diese DAX-Chefs bleiben auch im Ruhestand Einkommensmillionäre
Nachrichten Wirtschaft Diese DAX-Chefs bleiben auch im Ruhestand Einkommensmillionäre
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13:09 04.02.2019
Keiner bekommt im Ruhestand mehr Geld als Daimler-Chef Dieter Zetsche: 2,7 Millionen Euro pro Jahr vergolden ihm den Lebensabend. Quelle: imago/IPON
Hannover

Ab kommendem Jahr bezieht Daimler-Chef Dieter Zetsche das höchste Ruhestandsgehalt, das jemals an einen Vorstandsvorsitzenden eines deutschen Unternehmens gezahlt wurde. Garantiert sind dem 65-Jährigen eine Million Euro pro Jahr. Tatsächlich dürften Zetsches Bezüge sogar noch deutlich höher liegen. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat die Technische Universität München (TUM) beauftragt, in einer Modellrechnung die zu erwartenden Pensionen der DAX-Chefs zu ermitteln. Den Münchner Forschern zufolge darf sich Dieter Zetsche sogar auf gut 2,7 Millionen Euro freuen (siehe Tabelle). Sein tägliches Budget läge demnach bei rund 7500 Euro.

Die Tabelle zeigt die Pensionen der DAX-Chefs und ihre Vergütung zur aktiven Zeit

Damit hat Zetsche, der seit 13 Jahren die Geschäfte des Autokonzerns führt, im Vergleich mit seinen DAX-Kollegen das mit Abstand dickste Ruhepolster ausgehandelt. Auf den zweiten Platz kommt in diesem Ranking der kürzlich verabschiedete BASF-Chef Kurt Bock mit einer Pension von knapp 1,2 Millionen Euro. Der dritte Pensionsmillionär unter den Spitzen-Managern wird demnächst wohl Bernd Scheifele vom Baustoffunternehmen HeidelbergCement. Nach 15 Jahren im Amt gibt Scheifele 2020 den Vorstandsvorsitz ab und hat dann ebenfalls knapp 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Knapp unter einer Million bleiben Frank Appel von der Deutschen Post, Johannes Teyssen von Energiekonzern E.ON und Matthias Müller, der 2018 als Volkswagen-Chef zurücktreten musste.

SAP-Chef verliert 99 Prozent seiner Bezüge

So üppig die Chefs im Alter ausgestattet sind: Gemessen an der Vergütung zur aktiven Zeit sind die Pensionen der DAX-Vorstände fast schon bescheiden. Immerhin gilt: Wer in Deutschland 45 Jahre durchschnittlich verdient hat, bekommt knapp die Hälfte seines Lohns als Rente. Die Manager kommen dagegen auf viel kleinere Anteile: Selbst Spitzenrentner Zetsche bezieht „nur“ ein Drittel seiner bisherigen Gage von 7,8 Millionen Euro. Zetsches Rivale aus München, BMW-Chef Harald Krüger, fällt im Ruhestand sogar auf gerade mal 5 Prozent seiner gewohnten Bezüge von 8,3 Millionen Euro. Auch Adidas-Chef Kasper Rorsted hat sich mit relativ schmalen 2 Prozent seines 6,4-Millionen-Gehalts zufrieden gegeben. Noch größer wird die Umstellung für Bill McDermott. Der Vorstandsvorsitzende des Software-Unternehmens SAP muss im Rentenalter auf 99 Prozent seines Einkommens verzichten. Dafür hat er im Berufsleben umso besser verdient: Mit 12,9 Millionen Euro ist der US-Amerikaner der Top-Verdiener im DAX.

Welche DAX-Chefs auch im Ruhestand Einkommensmillionäre bleiben

Von Johannes Christ/RND

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