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Diese Firmen wollen den Innovationspreis

Preisverdächtige Ideen Diese Firmen wollen den Innovationspreis

Zehn Firmen aus Berlin und Brandenburg sind für den Innovationspreis nominiert. Es sind höchst unterschiedliche Firmen – die einen stellen Roboter für Kinder her, andere setzen auf den „begehbaren Film“. Wir stellen die zehn Firmen und ihre außergewöhnlichen Ideen vor.

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Quelle: DPA

Berlin. Vor einem Jahr noch gingen die Innovationspreise Berlin-Brandenburg für innovative Unternehmen ausschließlich in die Bundeshauptstadt. In diesem Jahr besteht die große Chance, dass Brandenburg nicht leer ausgeht. Von den 134 Bewerbungen hat die Jury zehn Firmen für den begehrten Preis nominiert – darunter sechs, die aus Brandenburg kommen oder die in beiden Ländern tätig sind. Der Preis wird am 1. Dezember in Potsdam verliehen – an bis zu fünf Firmen. Neue Juryvorsitzende ist Jutta Allmendinger, die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Brandenburgs Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer sprach von einem „guten Jahrgang“. In der Hauptstadtregion herrsche „ein ausgesprochen lebendiges Innovationsklima“. Der Innovationspreis Berlin- Brandenburg wird seit 1992 gemeinsam von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung sowie dem Brandenburger Ministerium für Wirtschaft und Energie verliehen und ist mit 10. 000 Euro dotiert. Zu den Nominierten gehören:

Kinematics – die Firma sitzt in Bernau (Barnim) und in Berlin. Sie drängt mit sogenannten Tinkerbots auf den Markt. Dabei handelt es sich um einen Technik-Baukasten für Kinder ab 5 Jahren, die damit spielerisch ihren ersten eigenen Roboter bauen können. Mittels verschiedenster Bauteile können eigene Roboter, Fahrzeuge und interaktive Figuren erstellt werden. Diese Art digitaler Lego-Teile können per Smartphone-App gesteuert werden und können vorgemachte Bewegungen wieder abspielen.

Die UFA in Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik in Berlin haben eine Innovation eingereicht – den ersten begehbaren Film. Mit der Technologie zum „Volumetrischen Video“, das das Fraunhofer-Institut entwickelt hat, könne in ein Filmsetting eingetaucht werden. So sei es möglich, sich hinter oder vor Schauspieler zu stellen, die sich in 3-D-Modellen bewegen würden.

Sicoya und IHP Solution – eine Firma aus Berlin und eine 100-prozentige Tochter des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder) haben sich zusammengetan und einen kostengünstigen Siliziumchip entwickelt, „der das Internet schneller machen soll“, wie die Entwickler sagen. Der Schlüssel dazu ist eine siliziumbasierte Höchstfrequenzelektronik.

Die Brandenburgisch-Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat hochwärmeleitfähige Profilplatten entwickelt. Diese werden in Pkw-Motoren, Schiffsmotoren, bei der Warmwasserversorgung oder der Klima- und Heizungstechnik angewandt. Die Vorzüge gegenüber herkömmlichen Systemen der Wärmeübertragung: Die Platten haben 40 Prozent weniger Gewicht, sind beständiger und weniger korrosionsanfällig. Ihre Wärmeleistung ist doppelt so hoch wie Edelstahl-Wärmeübertrager.

Die Firma GA Generic Assays sitzt in Dahlewitz (Teltow-Fläming) und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) und hat eine Erfindung für das Gesundheitswesen eingereicht. Ein medizinisches Test-Besteck ermöglicht die Prognose und Diagnose bei akuten Bauspeicheldrüsenentzündungen. Die Idee habe zwei Vorteile, so die Erfinder: Mit einem Marker könne zu einem frühen Stadium die Schwere der Erkrankung festgestellt werden. Und es könne durch das Verfahren eine bessere Abgrenzung zu anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse erfolgen.

Die Firma Professor Dr. Berg & Kießling (B&K) geht mit seiner extern befeuerten Gasturbine ins Rennen, die Energie aus Abfallstoffen wie verunreinigte Holzreste oder Deponiegase erzeugen kann. Das Unternehmen sitzt in Cottbus und in Berlin. Verwertet werden verunreinigte Biomasse, Produktionsreste, Fackelgase oder Müll. Diese „verborgenen Energieträger“ werden nutzbar gemacht.

Start-up gegen „Tarifzonenchaos“ im Verkehr

Nominiert für den Preis sind auch:

Die Firma MotionTag aus Berlin. Sie bietet ein unkompliziertes Ticket-System für den öffentlichen Nahverkehr an. Mit dem Smartphone wird einmalig eingecheckt, der Rest läuft automatisch. „Es gibt kein Tarifzonenchaos mehr“, so die Entwickler. Angeboten werde immer der beste Preis.

Gefertec ist ein Start-up aus Berlin, das ein neues Fertigungsverfahren zur schnelleren Herstellung von Rohlingen entwickelt hat – per 3-D-Metall-Druck.

Dilax Intelcom aus Berlin hat eine Software zur vorausschauenden Verkehrsplanung entwickelt.

Die Firma Chronos Vision aus Berlin hat ein innovatives System für Augenärzte entwickelt. Diese können während der Operation wegen Trübung der Augenlinse eine Beleuchtungseinrichtung einsetzen, um Eigenschaften des Auges zu bestimmen. Damit wird etwa ein Drittel der Kosten für herkömmliche Bauteile gespart. Der Operationsvorgang sei überdies einfacher und übersichtlicher.

Von Igor Göldner

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